Beyonce konnte man ja schon in diversen Filmen sehen, in denen sie gar nicht mal so schlecht abgeschnitten hat, in dem neuen Thriller Obsessed wird es ihr allerdings schwer gemacht.

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Die Produktion, die – wenn man sich die Credits am Anfang durchliest – aus dem Hause Knowles zu kommen scheint, läuft an wie ein Musikvideo und kann diesen leicht glamourös, schlussendlich aber zu glatten Stil nicht ablegen, so dass man das Gefühl nicht los wird, es hier mit einer gut produzierten Soap Opera zu tun zu haben.
Die Geschichte ist schnell erzählt, vor allem für diejenigen, die “Eine Verhängnisvolle Affäre” mit Meryl Streep und Michael Douglas kennen.
Toller verheirateter Typ lernt gut aussehende Frau kennen, die ihn verführt, sich aber zu einer hysterischen Psychopatin entwickelt, als er sie los werden will. Was folgt sind dramatische Szenen und Stutenbissigkeit a la Carte.
Allerdings mangelt es den Schauspielern an der Brillianz einer Meryl Streep oder eines Michael Douglas und der Kinofilm, der eigentlich ein Fernsehfilm sein könnte, enttäuscht indem er vorhersehbar vor sich hin plätschert und den Schauspielern keinerlei Gelegenheit bietet, sich sonderlich hervor zu tun.
Besonders die Dialoge sind teilweise einfach nur erschreckend banal und stereotypisch, so dass man sich nicht mit den Protagonisten identifizieren kann, es aber auch nicht möchte, weil sie allesamt ein wenig zu glatt geraten sind.
Fazit: Für Beyonce Fans ist es immer noch ein solider Versuch, mit einem gestriegelten Look, für alle anderen sollte der DVD-Veröffentlichungstermin das Datum für den Terminkalender sein, da der Film viel eher zuhause in den Flimmerkasten passt, als auf großer Leinwand, mit überteuertem Popcorn im Schoß.