Die Beatles sind dieses Jahr ein heißes Thema, kein Wunder, dass sich Filme über die Pilzköpfe reihen, wobei besonders die Briten ein außerordentliches Gespür für qualitativ hochwertige Biopics haben.

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In den 50ern wächst der Teenager John Lennon (Aaron Johnson) bei seiner Tante Mimi auf, die den Haushalt mit strengem Regime führt. Neben seinen Träumen, einmal ein großer Rock’n Roll Musiker zu werden, will John aber seine echte Mutter kennen lernen, um zu erfahren, warum sie ihn verlassen hat. Doch auch wenn sie ihm Elvis-Platten schenkt und ihm das Gitarre spielen beibringt, ist Mutter Julia nicht in der Lage, ihren Sohn zu erziehen, so dass er sich immer mehr mit seinem Kumpel Paul in die Musik zurück zieht.
Die Geschichte erzählt grob von den ersten Anfängen Lennons’ Musikkarriere, dem ersten Treffen mit Paul, sowie den musikalischen als auch persönlichen Einflüssen.
Soundtrack, Kamera und Drehbuch sind perfekt aufeinander abgestimmt und geben einen realistischen Einblick in die 50er Jahre, allerdings ist es vor allem Aaron Johnson, der mit seiner Darstellung eines jungen, nicht immer perfekten, aber immer sympathischen Teenagers mehr als nur überzeugt, so dass man in der letzten Einstellung schon vergessen hat, dass es sich dabei nicht um den echten Lennon handelt.
Der ehemaligen Fotografin Sam-Taylor Wood ist mit diesem Biopic ein Film gelungen, der weniger Pop ist, als erwartet, dafür aber die Anfänge eines großartigen Musikers gekonnt aufzeichnet und die ausnahmslos starke Schauspielerriege gut zur Geltung bringt.

Ab dem 8.12. im Kino.

Regie: Sam-Taylor Wood
Drehbuch: Matt Greenhalgh, (Memoiren:)Julia Baird
Darsteller: Aaron Johnson, Thomas Brodie Sangster, Anne-Marie Duff, Kristin Scott Thomas
Musik: Alison Goldfrapp, Will Gregory