Für lange Zeit hing die neuste Eddie Murphy Komödie in den Seilen, kaum noch glaubte jemand daran, dass „A thousand Words” es überhaupt in die Kinos schaffen würde. Nun hat man sich erbarmt, aber ob das wirklich gnädig gewesen ist?

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Jack (Eddie Murphy) kann seinen Mund einfach nicht halten und heraus kommen nicht selten lauter Lügen, die ihm Vorteile verschaffen. Natürlich gefällt das nicht jedem und Guru Dr. Sinja (Cliff Curtis) pflanzt umgehend einen Boddhi Baum in Jacks Garten, der genau 1000 Blätter trägt. Pro geäußertes Wort wird der Baum ein Blatt verlieren und ist das letzte Blatt gefallen, wird auch Jacks Leben zu Ende sein. Nun muss sich Jack aber ran halten.

Wahrscheinlich hat man so lange mit dem Release gewartet, weil man Angst hatte, dass sich noch zu viele Leute an „Liar Liar” mit Jim Carrey erinnern können, der ja in eine nicht unähnliche Richtung ging.
Vielleicht wusste man jedoch auch schon, wie es ausgeht, denn mit 0% auf Rotten Tomatoes ist „Noch tausend Worte” so etwas wie ein Wunder oder wie oft stimmen Kritiker miteinander überein, selbst wenn es darin ist, wie schlecht ein Film doch ist?
Zumindest bei anderen Kinofilmen dieser Sorte sind wenigstens die Kinogänger zufrieden, aber derzeit liegen die Einnahmen noch bei 50% der eigentlichen Kosten, daran konnte auch Produzent Nicolas Cage nichts ändern, beziehungsweise genau daran mag es gelegen haben, denn Cage ist auch nicht für seine gute Filmwahl bekannt.

Der Konsens ist ähnlich: Für jemanden, der seine gesamte Karriere auf seiner spitzen Zunge aufgebaut hat, ist es ein gefährlicher Zug nach diversen Flops auf ein Drehbuch zu setzen, dass ihn auf stumm schaltet.

Natürlich kennen wir schon von Adam Sandler die Sorte Film, bei der wir die Moral am Ende der Geschichte schon im Trailer erahnen, dennoch erscheint es redundant, sich einen Film anzusehen, dessen Gags, Charakterentwicklung und Ende man nach den ersten 5 Minuten erraten kann.
Da schmeißt man doch lieber die DVD von „Auf der Suche nach dem goldenen Kind” zum hunderdsten Mal in den Player und erinnert sich an die Tage, als Murphy relevant war.

Ab dem 28.6.2012 im Kino

Regie: Brian Robbins
Drehbuch: Steve Koren
Darsteller: Eddie Murphy, Kerry Washington, Cliff Curtis, Clark Duke
Musik: John Debney