Ein Freddy Krüger Film ohne Robert Englund? Klingt merkwürdig und geradezu blasphemisch, aber irgendwie klingt das Remake nicht halb so schlimm, wie man es sich vorgestellt hätte.

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Vor Jahren stahl und brachte er die Kinder einer ganzen Nachbarschaft um, dafür rächten sich die Eltern und verbrannten ihn bei lebendigem Leibe. Doch Freddy Krüger lässt sich nicht so leicht los werden und so verfolgt er Jahre später immer noch die Kinder seiner Mörder um, allerdings an einem Ort, an dem sie ihm nicht folgen können – in ihren Träumen.
Eigentlich müsste man den Film alleine wegen der Neubesetzung boykottieren, aber mit Jackie Earle Haley als neuem Freddy hat man einen eindringlichen Schauspieler gefunden, der die Rolle des sarkastisch-humoristischen Freddy neu interpretiert und einen gestörten Menschen aus ihm macht, der keine Witze reißt und nur das reine Grauen verkörpert.
Genau durch das Weglassen der 80er-Jahre-Gags und coolen Sprüche des klassischen Freddy, kann das Remake sich frisch im 21. Jahrhundert behaupten und vielleicht sogar etwas ganz Neues schaffen. Ohne den Humor ist der Film nicht mehr amüsanter Horror mit interessanten Spezialeffekten, sondern hat das Potenzial Teenager und Erwachsene gleichermaßen zu Tode zu erschrecken.
Die Produktion hatte ihre Höhen und Tiefen, Wes Craven selbst war aufgebracht, weil niemand seinen Ratschlag zum Remake hören wollte, Englund hingegen war begeistert von einer Neuauflage des Klassikers.
80er Filmfans werden die alten Geschichten wieder erkennen, also sollte man nicht allzu viel Neues im Plot erwarten, aber mit modernen Spezialeffekten und einem beängstigend guten neuen Freddy dürfte “Nightmare on Elm Street” besser werden, als die Riege der anderen Horror-Remakes, die derzeit die Kinos vollmöllen.
Ab dem 20.5.2010 in den deutschen Kinos

Regie: Samuel Bayer
Drehbuch: Wesley Strick, Eric Heisserer, Wes Craven (Originaldrehbuch)
Darsteller: Jackie Earle Haley, Kyle Gallner, Rooney Mara
Musik: Steve Jablonsky, Charles Bernstein