Nietzsche erfand die Idee der Ewigen Wiederkehr; aber erst Hollywoods Blockbuster-Kino machte uns Normalsterblichen klar, was damit gemeint sein könnte. Und besonders die drei “Zurück in die Zukunft”-Filme machten sich um das breite Verständnis von Nietzsches trostloser Philosophie verdient: Alles ist bereits passiert, alles passiert, alles wird wieder passieren.

Gewiss, böse Zungen könnten behaupten, dass den Drehbuchautoren gar nicht viel daran gelegen war, das Kinopublikum mit dem Gedanken der Ewigen Wiederkehr vertraut zu machen, sondern dass man einfach eine Story, die bereits funktioniert hatte, recyclen wollte … aber solch verleumderischen Tiraden schließe ich mich nicht an. Nein, ich sage sogar mehr, Hollywoods Studiobosse sind Philosophen.

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Ich hatte vor Kurzem das Vergnügen, den dritten Teil der “Zurück in die Zukunft”-Filme wiederzusehen, nach mehr als zehn Jahren. Das letzte Mal muss ich noch zur Grundschule gegangen sein, und ich wage kaum, mir auszumalen, wie ich damals vor lauter Spaß Purzelbäume geschlagen und gekreischt haben mag. Bei erneuter Sichtung der Abenteuer von Marty und Doc Brown wollten sich dergleichen Zustände aber partout nicht einstellen.

Der Film hat den Charme einer Kaugummiblase, die zwar einen Moment lang schön anzusehen ist – jedenfalls, wenn man schrill-rosa Chemiefasern mag -, kurz darauf aber unweigerlich zerplatzt und sich auf dem Gesicht des Bläsers verteilt. “Zurück in die Zukunft Teil III” platzt ziemlich schnell. Die Geschichte: Gleicht der der ersten beiden Teile. Die Figuren: Dieselben. Immerhin gibt’s eine Art Liebesgeschichte, aber die ist albern.

Kurzum: Ein überflüssiger Film; immerhin nicht ganz so hirnlos wie aktuelle Fortsetzungsorgien, aber auch nicht viel besser.