Provokant, brutal und schonungslos sind wohl noch harmlose Attribute, die den Film von Oliver Stone als Regisseur und Quentin Tarantino der die erste Drehbuchfassung lieferte, beschreiben.

Zwar ist Natural Born Killers aus dem Jahre 1994 nichts für zartbesaitete Gemüter, doch sollte man hier mehr auf die Botschaft, die hinter dem Film steckt achten, denn die ist nach wie vor präsent. Es war Liebe auf den ersten Blick als Mickey, gespielt von Woody Harrelson und Mallory, verkörpert durch Juliette Lewis, sich das erste Mal trafen. Sie beginnen eine Affäre, doch als sie eine Spritztour im Wagen von Mallory‘s Vater machen, lässt dieser prompt Mickey verhaften.

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Natural Born Killers: Provokativ, tiefgründig, satirisch

Es gelingt Mickey zu fliehen und gemeinsam bringen sie Mallory‘s Vater, der sie vergewaltigte und ihre Mutter, die immer nur weg sah, um. Einzig Mallory‘s kleiner Bruder wird verschont, um ihre Geschichte zu erzählen und damit beginnt auch die blutige Serie des Liebespaares. Gemeinsam ziehen sie eine Spur aus Leichen quer durch das Land – allerdings wird immer einer verschont um ihre Taten weiter zu erzählen.

Schnell ist das attraktive Pärchen die Top Story der Medien, die sie fast schon zu Stars glorifizieren. Für alle Beteiligten, die die Beiden jagen und ihre Geschichte ausschlachten wollen, kommen nicht mit dem Leben davon – einzig eine Filmkamera ist letzter Zeuge ihrer Taten und damit endet auch das Morden. Und die Beiden lebten – wie im Märchen – gemeinsam glücklich bis ans Ende ihres Lebens.

Oliver Stones Kultfilm nach einem Drehbuch von Quentin Tarantino

Natural Born Killers ist einer der wenigen Filme, die mit sehr wenigen Mitteln schonungslos das Ausschlachten der Medien von Nachrichten darstellen. Das ursprüngliche Drehbuch von Quentin Tarantino wurde dafür von Oliver Stone überarbeitet, der bewusst auf die exzessive Darstellung von Gewalt setzt, um im Gegenzug dazu die fast schon perverse mediale Darstellung zu diesen brutalen Taten gegenüber zu stellen. Wer meint dies sei aus der Luft gegriffen wird eines besseren belehrt, denn am Ende des Films sieht man Ausschnitte von „Stars“, wie O. J. Simpson oder Tonya Harding, die gerade durch ihre Taten erst mediale Berühmtheit erlangten.