Seit 1994 hat er sich nicht mehr offiziell an einen Film heran getraut. Bevor er sich an den geplanten vierten “Scream”-Teil macht, hat er nun einen weiteren Slasher gedreht, vielleicht, um in Übung zu kommen.

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Bug gehört zu sieben Teenagern, die genau an dem Tag geboren wurden, als der als “Ripper” betitelte Killer Abel von der Polizei gefasst und getötet wurde. Angeblich von mehreren Seelen besessen, hatte er damals unter Jugendlichen gewütet.
16 Jahre später scheint der Ripper zurück gekommen zu sein und er hat es auf die sieben Kids abgesehen.
Das neue Werk von Wes Craven ist sprunghaft und durchschaubar, zu viele Ideen scheinen in die Story eingeflossen zu sein, um eine Einzige konsequent durch zu spielen. Zwar sind die Hauptcharaktere nicht so vorhersehbar, wie in vergleichbaren Filmen, allerdings sind sie sehr grob geschnitzt.
Besonders die Frage, ob manche Szenen nun ironisch und gewollt übertrieben erscheinen sollen oder nicht, macht “My soul to take” zu einem zweifelhaften Vergnügen, denn die Anfangsszene alleine ist derartig überzogen, dass man eigentlich davon ausgehen muss, dass es zum Lachen animieren soll. Alles andere möchte man gar nicht glauben, denn vom Meister der Teenie-Slasher hätte man eigentlich mehr erwartet.
Man kann nur hoffen, dass zumindest für den vierten Scream-Teil etwas mehr Motivation in das Projekt hinein fließt, denn auch wenn “My soul to take” alles andere als langweilig ist, fehlt es an Fokus und hinterlässt einem zum Ende hin eher mit einem Fragezeichen, als einem wohlig-schaurigen Gefühl.

Wann der Film in die deutschen Kinos kommt, ist noch nicht bekannt, allerdings wird es sicherlich noch einen Termin und nicht gleich die DVD-Strafe geben.

Regie: Wes Craven
Drehbuch: Wes Craven
Darsteller: Max Thieriot, Denzel Whitaker, Shareeka Eps, Emily Meade
Musik: Marco Beltrami