USA in den 70er Jahren: Prüderie beherrscht das gesellschaftliche Leben, Homosexualität und Unangepasstheit sind verpöhnt. Das ist die Ära von Harvey Milk. Als erster offen bekennender Schwuler wird er in den Stadtrat San Francisco gewählt. Milk erzählt die wahre Geschichte eines außergewöhnlichen Politikers.

[youtube ycvX8ecBMWo]

Harvey Milk, der Vorkämpfer der Schwulen- und Lesbenbewegung in den USA – sein Weg war steinig, seine Erfolge waren groß und der Preis, den er dafür zu zahlen hatte, kostete ihm sein Leben.

Begonnen hat alles 1972, als Milk mit seinem damaligen Lebensgefährten von New York nach Kalifornien zieht. Schon bald entdeckt er seinen Hang für die Politik und fängt zunächst im Kleinen, in seinem Viertel, an. Er organisiert Straßenfeste und wenn es gilt, für die Rechte der „kleinen“ Leute zu kämpfen, stellt er sich an die Spitze. Er wendet sich gegen Diskriminierung und setzt sich vor allem für die Rechte der Homosexuellen ein, die damals weit entfernt von einem gleichgestellten Leben waren.

Es kostete ihn vier Anläufe, bis er schließlich 1977 in den Stadtrat San Franciscos gewählt wird. Dort angekommen, stößt der energische Milk viele politische Initiativen an, die nicht nur auf Gegenliebe treffen. Und der Preis, den er für seine neuen Wege und sein Engagement zahlen muss, übertrifft alle Vorstellungen…

Für acht Oscars ist der neue Film von Gus van Sant, Regisseur von „Good Will Hunting“ nominiert und Hauptdarsteller Sean Penn hat bereits einige Preise für seine mitreißende Darstellung des Bürgerrechtlers abgeräumt.

Ob es dem Film allerdings gelingt, die Konventionen des Hollywood-Films zu überwinden und ob er die facettenreiche Figur Milk mit seinen Höhen und Tiefen darzustellen vermag, sollten die Zuschauer am Besten selber beurteilen. Kinostart ist der 19. Februar 2009.