Er sieht nicht besonders aus, ist irgendwie ungelenk und spielt noch nicht einmal in einer Band; trotzdem, irgend etwas hat Michael Cera, abgesehen von seinem komödiantischen Talent…

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So richtig hat es mit “Superbad” angefangen, die albern-charmante Teenie-Komödie geschrieben von Seth Rogen und Evan Goldberg, als diese selbst noch Teenager waren. Als unscheinbarer Cordhosen-Träger konnte er mit gestammelten Gags und als ruhiger Gegenpol zum aufgedrehten Jonah Hill die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, so dass alsbald mehr Rollen angeboten wurden, als Zeit da war.
Davor spielte der 22-jährige vorwiegend in relativ schlechten Sitcoms, machte sich aber mit einer kleinen Webserie zusammen mit Kollege und besten Freund Clark Duke einen Namen in den Comedy-Zirkeln Hollywoods, so dass “Superbad” im Jahre 2007 nicht das einzige Angebot darstellte, sondern fast zeitgleich mit “Juno” und der preisgekrönten und leider kurzlebigen Comedy-Serie “Arrested Development” auf den jungen Kanadier zukam.
Es folgte ein Ausflug in einen der schlimmsten Filme aller Zeiten (“Extreme Movie”), eine  Steinzeitkomödie mit Jack Black (“Year One”), sowie neben “Juno” ein weiterer Meilenstein in Sachen anspruchsvoller Teeniefilme, die zuckersüße Komödie “Nick & Norah’s infinite Playlist”.
Dass ihm die Indie-Komödien stehen, hat Cera wahrscheinlich schnell gemerkt, dieses Jahr steht er nicht nur mit der Verfilmung der Comicbuchreihe “Scott Pilgrim” auf der Kinoleinwand, sondern darf in “Youth in Revolt” zeigen, dass er auch wirklich schauspielern kann.
Dass Michael Cera wohl nie der Hollywood Dreamboy wird, zeigt sich schon darin, dass sein großes Idol kein anderer als Bill Murray ist, der bekanntermaßen durchweg absurd-geniale Rollen gespielt hat und somit hoffen lässt, dass Cera in seine Fußstapfen tritt. Es muss ja nicht jeder Brad Pitt oder Robert de Niro werden wollen…