In einer komplexen Geschichte um Globalisation und die Schicksale, die sich dadurch miteinander verbinden präsentiert Lukas Moodysson die Welt in ihren kleinen Lebensgeschichten.

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Leo und Ellen leben in New York, Leo ist ein erfolgreicher Besitzer einer Website und Ellen arbeitet als Ärztin in einem Krankenhaus. Während Leo für ein Geschäft nach Thailand fliegt und dort Bekanntschaft mit einer Prostituierten macht, konzentriert sich Ellen auf das Leben eines Jungen im Krankenhaus. Ihre 8-jährige Tochter Jackie leidet derweil unter der Abwesenheit ihrer Eltern und freundet sich mit Haushälterin Gloria an und erfährt mehr und mehr über Glorias philipinische Herkunft und ihren zwei Söhnen, die auf den Philipinen mit der Abwesenheit ihrer Mutter klar kommen müssen.
Mit Michelle Williams und Gael García Bernal in den Hauptrollen lebt “Mammoth” von den Leistungen der Schauspieler, die ihr Bestes geben.
Regisseur Lukas Moodysson kennt man vom schwedischen Indiejuwel “Lilja 4-ever”, bekam mit seinem neuesten Werk jedoch weniger Rückenwind von der schwedischen Presse, die unter Anderem behauptete, dass die Moral zu leicht missverstanden werden könnte, so dass man annehmen könnte, dass arbeitende Mütter ihre Familie in den Ruin treiben.
In den Kritiken schnitt das Drama vor allem durch die Schauspieler und die Ästhetik des Filmes gut ab, allerdings wird Moodysson vorgeworfen, die Symbolik sei zu plump, das Fazit zu uninspiriert.
Dennoch sollte man “Mammoth” nicht ignorieren, allerdings besteht die Frage, ob man es sich ab dem 11.2.2010 im Kino oder doch später auf DVD ansehen will.

Regie und Drehbuch: Likas Moodysson
Schauspieler: Michelle Williams, Gael Garcia Bernal, Marife Necesito
Musik: Jesper Kurlandsky, Erik Holmquist, Linus Giertta