Ricky Gervais ist alleine wegen seiner britischen Hit-Komödien “The Office” und “Extras” bekannt, aber kann sein Humor den Sprung ins amerikanische Kino überleben?

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Mark (Ricky Gervais) lebt in einer Welt, in der niemand in der Lage ist zu lügen. Als übergewichtiger und erfolgloser Single ist das natürlich nicht wirklich schön, da das heiße Date (Jennifer Garner) ihm gerne mal direkt ins Gesicht sagt, wie wenig angezogen sie sich von ihm fühlt.
Eines Tages stolpert er zufällig über die Fähigkeit, etwas zu sagen, was nicht mit der Realität übereinstimmt – die Lüge ist erfunden. Aber mit so einer großartigen Erfindung geht natürlich auch Verantwortung einher.
Die Prämisse der Komödie ist fantastisch, da kann man nicht meckern, leider gibt es einige Probleme, die “Lügen macht erfinderisch” ein wenig schlechter da stehen lassen, als nötig.
Zum einen ist Ricky Gervais einfach nicht sympathisch. Was in seinen Serien funktioniert, da er dort gar nicht den Anspruch erhebt, liebenswert zu sein, geht bei einer romantisch angehauchten Komödie schwer daneben, da man ihm die wunderschöne Jennifer Garner nicht wirklich gönnt und ihm auch jedwede moralische Läuterung nicht abnehmen möchte.
Zudem wird die einzigartige Idee nicht nur vom Humoristischen viel zu wenig ausgenutzt, sondern lenkt von der Romantik schnell zu einer Glaubensthematik um, was in der zweiten Hälfte des Films etwas abrupt und unpassend erscheint.
Alles in allem wird man es kaum bereuen, “Lügen macht erfinderisch” zu sehen, allerdings ist es etwas ärgerlich, dass nicht mehr aus dem Thema gemacht wurde und dass der Plot so aus der Form geraten ist.

Ab dem 8.7.2010 im Kino

Regie: Ricky Gervais, Matthew Robinson
Drehbuch: Ricky Gervais, Matthew Robinson
Darsteller: Ricky Gervais, Jennifer Garner, Jonah Hill
Musik: Tim Atack