Legion

Horrorfilme mit biblischen Themen hat es schon immer gegeben, aber genau dann, wenn es Action-reich wird, geht die Ernsthaftigkeit des Filmes gerne einmal den Bach herunter.

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Die Gäste und Inhaber eines abgelegenen Diners in der Mitte der Wüste ahnen nicht, dass sie bald die Protagonisten in einem Kampf um die Menschheit sein werden. Einzig Erzengel Michael (Paul Bettany), kann ihnen helfen und sieht in der schwangeren Charlie (Adrianna Palicki) die einzige Hoffnung, die der Menschheit noch bleibt.
Was im Trailer nach einer aufgepimpten Version von “God’s Army” klingt, büßt bereits nach der ersten Viertelstunde viel Tempo ein und verliert sich in stereotypischen Dialogen zwischen geschundenen Seelen, rebellischen Teenagern und gestrandeten Existenzen. Zwischen fast schon exzessiven Actionszenen sind es nämlich vor allem die inhaltslosen Gespräche, die dem guten Konzept die Luft aus den Segeln nehmen.
Besonders ärgerlich ist es, da mit Schauspielern wie Paul Bettany, Lucas Black und Dennis Quaid (der schon seit Längerem ein gutes Drehbuch vermissen lässt) gutes Potenzial verschleudert wurde.
Die wenigen guten gruseligen Szenen sind so rar, dass man nur ansatzweise von einem Horrorfilm reden kann, sondern eher von einem Dialog-lastigen Actionfilm, der sich selbst so ernst nimmt, dass es immer wieder unfreiwillig komisch herüber kommt.
Zudem ist die religiöse Botschaft ein wenig schwer zu entziffern, da man nie genau weiß, ob der Film nun für oder gegen Religion ist.
Was bleibt ist ein zugegeben überzeugendes Actionspektakel, dass trotz gutem Cast den roten Faden verliert und mit der Ankündigung an Fortsetzungen eigentlich nur schüttelnde Köpfe hervor ruft.

Ab dem 18.3.2010 im Kino.

Regie: Scott Stewart
Drehbuch: Scott Stewart, Peter Schink
Darsteller: Lucas Black, Dennis Quaid, Paul Bettany, Adrianne Palicki
Musik: John Frizzel