Die Fans des Berliner Eisbären Knut können es kaum noch erwarten. Ab dem 16. März erobert der weiße Bär, der schon lange nicht mehr so klein und knuddelig ist, die Leinwände in den deutschen Kinos.

Die einzigartige Geschichte vom Eisbärenbaby Knut begann am 5. Dezember 2006. Die Mutter des kleinen Fellknäuels, Tosca, brachte zwei männliche Jungtiere zur Welt, verweigerte aber die Annahme der beiden Bären. Eines der beiden Tiere verstarb nach nur vier Tagen und die Tierpfleger des Zoologischen Gartens in Berlin standen vor der Entscheidung, den süßen und tapsigen Eisbären verhungern zu lassen oder ihn mit der Flasche groß zu ziehen. Das Schicksal des kleinen Knut wurde zunächst von den Berlinern und später weltweit mit Spannung verfolgt.

Um das Überleben des Eisbären zu sichern, bauten die Pfleger für Knut einen Brutkasten. Dort verbrachte er die ersten 44 Tage seines Lebens und wurde dabei dauerhaft von seinem „Ziehvater“ Thomas Dörflein überwacht. Dieser verschrieb sich voll und ganz dem Leben des kleinen Knuts und bezog eigens für die Aufzucht eine eigene Wohnung im Zoologischen Garten. Am 23. März 2007 wurde Knut dann der Öffentlichkeit vorgestellt und der kleine Schelm eroberte die Herzen der Besucher im Sturm. Schon bei seiner Präsentation verfolgten Tausende von Besucher die ersten Schritte des niedlichen Eisbären in seinem Gehege. Die Auftritte und Spieleinheiten von Knut und seinem „Papa“ wurden zu einem täglichen Highlight im Zoo. Fast täglich berichteten Zeitungen, Radiostationen und Fernsehen über den Alltag von Knut. Weltweite Aufmerksamkeit genoss das neue Berliner Idol – jeder wollte wissen, wie es weiter geht im Leben des kleinen Eisbären. Jeder Schritt von Knut wurde dabei von einer Kamera festgehalten – das erste Herumtollen, das erste Schwimmen sowie das Entdecken der eigenen Welt. Dieses Filmmaterial bildet nun die Basis für den neuen Kinofilm.

Der Rummel um Knut kam aber nicht nur ihm zu Gute, auch zahlreiche andere Tiere profitierten von der Beliebtheit des Eisbären. Die Zuschauer entdeckten den Berliner Zoo völlig neu, der im vergangenen Jahr Rekordbesucherzahlen vermelden konnte und das gewonnene Geld in die Pflege der Tiere investierte.

Neben der Geschichte des kleinen Knuts wird im Film auch auf das Schicksal anderer Bärenkinder aufmerksam gemacht. Zur gleichen Zeit wie unser Eisbär wachsen in der wundervollen Naturlandschafts Weißrusslands die beiden Braunbärenkinder Masha und Pasha auch ohne Mutter auf. Deren Abenteuer, ihre Geschwisterliebe sowie die Gefahren, in welche sich beide Bären begeben, werden in „Knut und seine Freunde“ ebenfalls erzählt. Dass es den Eisbären in freier Wildbahn natürlich anders ergeht als unserem Knut, war den meisten Zuschauer sicherlich klar. Aber wie hart das Leben in der eisigen Umgebung sein kann, wird anhand einer Eisbärenfamilie in der Antarktis dokumentiert. Die stattliche Eisbärin Maidu muss ihre gesamte Kraft aufwenden, um ihren kleinen Zöglinge Lasse und Linn das Überleben zu sichern. Die raue Welt der Antarktis erlaubt es den Eisbären nicht, so verspielt herum zu tollen, wie es Knut im Berliner Zoo so gerne tut.

So wird den Kinobesuchern in „Knut und seine Freunde“ auf anschauliche Art und Weise noch einmal die ersten Monate von Eisbär Knut und seinen Freunden in Freiheit näher gebracht. Nicht nur für Fans des kleinen Eisbären Knut ist der Film lohnenswert. Die Dokumentation über die Braunbär- und Eisbärenkinder ist eine sinnvolle Ergänzung und trägt wesentlich dazu bei, dass sich Kinder mit der Natur bewusster auseinandersetzen. Am Ende ist der Film aber vor allem ein toller Familienspaß!

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  • Maik 27 / 02 / 2008

    ein unbedingtes Muss für jeden Kinofan 🙂

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