Ein weiteres verfilmtes Buch sprengt die Kinokassenrekorde zu Weihnachten in den USA. Diesmal geht es um einen chaotischen Hund und eine überforderte Familie.

John und Jenny sind ein jungverheiratetes Pärchen, dass sich mit dem Gedanken trägt, für Zuwachs zu sorgen. Um erst einmal zu testen, ob sie für eine Familie bereit sind, entschließen sie sich, einen Hund zu sich zu nehmen. Der drollige Marley ist allerdings nicht zu kontrollieren und bereitet den beiden nur Schwierigkeiten.

David Frankel, der Regisseur von “Der Teufel trägt Prada”, hat mit Jennifer Aniston und Owen Wilson das erfolgreiche Buch “Marley & me” verfilmt. Der Autor John Grogan hat darin seine Erlebnisse mit seinem Labrador-Retriever Marley über dreizehn Jahre aufgeschrieben und in einer Mischung aus skuriler Komödie, Familien-Drama und Geschichten für Hundeliebhaber versammelt.

Der Film versucht diese Punkte ebenso abzuarbeiten, doch kann er sich dabei nicht so richtig mit sich selbst einigen, was er nun wirklich darstellen möchte. Ihm fehlt so etwas wie eine klare Linie neben den neurotischen Possen des Hundes, bis er am Ende auf einmal besinnlich und beinahe tragisch wird. An allen drei blonden Hauptdarstellern (Jennifer Aniston, Owen Wilson und Marley) kann man allerdings seine Freude haben und gemeinsam gelingt es ihnen, trotz dramaturgischer Schwächen, einen kurzweiligen Film auf die Beine zu stellen.

“Marley und ich” ist am ersten Weihnachtsfeiertag in den USA in den Kinos gestartet und hat mit 14,75 Millionen eingenommenen US-Dollar am ersten Tag einen neuen Kassenrekord aufgestellt. Die Hundefreunde in Deutschland müssen sich noch bis zum März 2009 gedulden, bis sie den tapsigen Marley im Kino erleben können.

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