“Aus Alt macht Neu” scheint in den Studios von Hollywood im Moment neben der unbändigen Flut von Sequels  erfolgreicher Blockbuster das bewerte Mittel zu sein, sich die Gunst des Publikums zu sichern. Nach jüngsten Neuverfilmungen wie “Krieg der Welten”, “I am Legend” und “Der Tag, an dem die Erde still stand” erlebt nun auch Jules Vernes “Reise zum Mittelpunkt der Erde” ihre Rückkehr auf die Kinoleinwände.

In dieser Version des Jules Verne Klassikers tauscht Hollywood gleich alle Hauptcharaktere aus und auch der Plot hat nur noch die unfreiwillige Reise zum besagten Mittelpunkt der Erde mit der Vorlage gemein. Hier tritt der Geologie-Professor Trevor Anderson, gespielt von Brendan Fraser an die Stelle des Helden. Begleitet wird er von seinem Neffen Sean (Josh Hutcherson) und der überaus hübschen Bergführerin Hannah (Anita Briem).

Jene drei verlaufen sich nun während einer Expedition in einer Höhle, deren einziger “Ausweg” nur weiter nach unten führt weiter in die Tiefe führt. Was folgt, ist eine Odyssee, welche das Trio  Gefahren aussetzt, die jenen in Vernes Roman alle Ehre machen. So treffen die drei auf fliegende  Piranhas, mysteriöse Pflanzen und natürlich furchteinflössende, ungemein gefräßige Dinosaurier. Doch die größte Gefahr lauert in der Tiefe selbst. Jene gewaltigen Magmaflüsse, welche unsere Kontinentalplatten wie das Blut in einem lebenden Wesen durchströmen, schicken sich an, die gerade entdeckte Welt zu zerstören. Professor Anderson und seinen zwei Begleitern bleibt nur die Flucht an die Oberfläche. Doch welcher Weg führt in die Sicherheit?

Sicherlich  wird man enttäuscht, wenn man von diesem Film eine getreue Wiedergabe des Romanes erwartet. Doch dies sollte sich der objektive Kinobesucher heutzutage generell abgewöhnen. Vielmehr sollten die heutigen Neuverfilmungen, wie jüngst “Der Tag an dem die Erde stillstand”, eher als Adaption oder Hommage verstanden werden. Beherzigt der Kinobesucher dies, so erwartet ihn sicherlich ein trickreich inszenierter Familien-Abenteuerfilm zwar im Stile einer klassischen Abenteuergeschichte aber eben doch im modernen Gewandt.