Mit gerade einmal 18 Jahren veröffentlichte Francoise Sagan ihren Skandalroman “Bonjour tristesse”. Ihr Leben zwischen Erfolg und Absturz wurde jetzt verfilmt.

Die Unabhängigkeit ihrer Romanfigur Cécile war auch das Leitmotiv in Francoise Sagans Leben. Im Frankreich nach dem zweiten Weltkrieg löste sie damit einen Skandal aus, der aber durch ihr Selbstvertrauen Vorbildcharakter bekam. Verfilmt wurde ihr Buch bereits 1958 von Otto Preminger. Francoise Sagan schrieb nach “Bonjour tristesse” über 40 Bücher, heiratete mehrere Male und verwickelte sich in Steuerhinterziehung und Drogenabhängigkeit. Im jahr 2004 starb sie an einer Lungenembolie.

Im neuen biographischen Drama von Diane Kurys, die auch zusammen mit Martine Moriconi und Claire Lemaréchal das Drehbuch schrieb, spielt Sylvie Testud die umstrittene Künstlerin. Zuletzt war diese beeindruckende Schauspielerin bei uns in “La vie en rose” als Freundin von Edith Piaf zu sehen. Auch in ihrem neuen Werk zeigt sie, dass sie es versteht durch ihr intensives Spiel komplexe Persönlichkeiten auf der Leinwand zu entfalten.

Der Film selbst geht nicht auf nur eine beispielhafte Episode ein, sondern liefert eine stringenten Entwicklung derFigur über einen gewaltigen Zeitraum. Dies führt allerdings in einigen Instanzen zu einer etwas abgehackten Präsentation, die den Gesamtzusammenhang nicht immer schlüssig werden läßt. In Deutschland ist der “Bonjour Sagan” ab dem 01.01.2009 im Kinoprogramm.

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