Europa ist im Moment der angesagteste Schauplatz für Filme jenseits der unwirklichen Hollywood-Hochglanzoptik. Spätestens seit der Bourne-Trilogie wissen wir, dass Aktion auch auf unserem Kontinent funktioniert.

Am 19. Februar schicken Luc Besson und Pierre Morel Liam Neeson auf eine 96 Stunden lange Achterbahnfahrt durch Paris und den Rest von Europa.

Der Kern der Handlung ist schnell erzählt: Die Tochter eines Ex-Agenten wird entführt und Paps schärft die Socken und zieht auf der Jagd nach den Entführern eine Spur der Verwüstung durch Europa.

Aber mal langsam, trotz des einfachen Grundgerüstes wird die Handlung im Verlauf des Films wesentlich komplizierter und damit auch spannender. Und die Besetzung der Schauspieler verspricht ebenfalls mehr, als nur einen flauen Action-Film.

Bryan (Liam Neeson) ist Agent im Ruhestand, und versucht vergeblich, ein besseres Verhältnis zu seiner Tochter Kim (Maggie Grace) zu entwickeln, die bei seiner Ex-Frau Leonore (Framke Janssen) lebt. Bei einem Telefonat muss Bryan mit anhören, wie Kim in Paris von Unbekannten entführt wird.

Der Ex-Agent zögert keine Sekunde und fliegt nach Paris, um dort nach seiner Tochter zu suchen. Rücksicht nimmt er dort auf niemanden, da ihm nur 96 Stunden Zeit bleiben, um Kim aus den Händen der Menschenhändler zu befreien, die für sie und ihre Freundin Amanda eine Karriere als Prostituierte im Sinn haben.

Der Film stammt aus der Feder von Erfolgsregisseur Luc Besson (Fünfte Element, Leon der Profi). Er und der Regie-Newcomer Pierre Morel (Unleashed)  haben mit 96 Hours eine rasanten Action-Film auf die Leinwand gebracht, der kaum Wünsche offen lässt.

Erschreckend ist dabei jedoch, dass dieser Menschenhandel durchaus in Europa zum Alltag gehört, auch wenn wir davon vielleicht nichts mitbekommen. Man sollte  mit einem unangenehmen Nachgeschmack rechnen, wenn man in diesen Film geht.