Was wäre der Sommer ohne Buddie-Komödien mit flachen Witzen, vielen Stereotypen und mindestens einer großbusigen Blondine.

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Als ihr ehemaliger Coach stirbt, treffen sich ein paar alte Freunde (u.A. Adam Sandler, Kevin James und Chris Rock) wieder, um an der Beerdigung teil zu nehmen. In einem Sommerhaus verbringen sie einige Tage und realisieren nach und nach, dass ihr Leben vielleicht nicht ganz so verlaufen ist, wie sie es sich gewünscht hätten…
Das Ganze klingt zwar so, als könnte etwas Bedeutungsvolles a la “Der große Frust” dabei heraus kommen, aber da es sich hierbei um eine Madison-Produktion handelt, endet es dann doch eher in kindischen Witzen, viel schmerzvoller Slapstick und Flop-Garanten wie Rob Scheider und David Spade.
Ganz nach Sandler Art wird die Moralkeule weit geschwungen; Familie ist das Wichtigste und man soll mehr Zeit mit Freunden und seinen Kindern verbringen, eine Botschaft, die jede Familiensitcom mit mehr Gefühl herüber bringt.
Außerdem ist es schwierig, sich ein Vorbild zu nehmen, wenn gleichzeitig impliziert wird, dass Beziehungen mit älteren Frauen eklig sind oder dass man exzentrische Freunde physisch mobben darf, alleine aus dem Grund, dass sie exzentrisch sind.
Was Characterdarsteller Steve Buscemi in einem Cameoauftritt in diesem Film sucht, ist rätselhaft und dass Adam Sandler nach hervorragenden Filmen wie “Funny People” noch 90er-Jahre-Trash wie “Kindsköpfe” drehen kann, ist einfach nur enttäuschend.
Wer eine Familienkomödie mit wenig Innovation und hohem Kitschfaktor sucht, kann ab dem 5.8.2010 zufrieden gestellt werden, alle anderen sollten lieber die Finger davon lassen.

Regie: Dennis Dugan
Drehbuch: Adam Sandler, Fred Wolf
Darsteller: Adam Sandler, Salma Hayek, Kevin James, Rob Scheider, Chris Rock
Musik: Rupert Gregson-Williams