Fluchen und Schweigen – Kiffen und Kiffen – Mewes und Smith: Jay and Silent Bob! Soviel Philosophie, soviel vereinter Gegensatz…

Das Duo hat mir alle Kevin Smith Filme versüßt, die guten wie die schlechten. Ob als drogendealende Propheten oder monochrome Ladenhüter – die genialen Dialoge der alten Filme und der Holzhammerhumor der neuen Versionen haben für mich gleichermaßen ihre Berechtigung im Film-Olymp und zwar vor allem durch das Vorhandensein dieser Figuren.

Jay ist lang und dürr, sexuell unausgelastet, mittelschwer drogenabhängig und redet ununterbrochen. Silent Bob bietet den Fels in der Brandung gegen die unermüdlich schwappenden Laber-Wellen seines Kumpels. Die Komik ist oft ziemlich simpel und dreht sich um Drogen und Frauen, gerade in den ersten Auftritten aber bestechen die Szenen durch unwiderstehlich merkwürdigen Humor. Auch der abgebrühteste Cineast muss grinsen, wenn sich Silent Bob als schwarz-weiße Inkarnation des klassischen Breakdance-Gedankens präsentiert oder Jay im Angesicht der Apokalypse mit der letzten Nachfahrin von Jesus über den Endzeit-Fick verhandelt.

Clerks, Dogma, Chasing Amy und Mallrats kann ich als Fan von Kevin Smiths Filmen empfehlen. Wer die beiden noch nicht kennt, der sollte sich das mal ansehen – für mich eins der lustigsten Idioten-Paare der Neuzeit!