Johnny Knoxville und Co haben es tatsächlich geschafft, bis heute ihren Lebensunterhalt mit Dingen zu verdienen, die die Meisten von uns seit der sechsten Klasse nicht mehr machen – alberne Witze und Streiche gibt es jetzt auch in 3D.

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Nach einer Storyline sucht man vergeblich, denn Jackass 3D besteht im Grunde nur aus einer etwas längeren Aneinanderreihung von Stunts und Witzen, die durch die bunte Brille noch klarer und farbenfroher herüber kommen sollen.
Die Frage ist, ob es wirklich noch lustig ist, denn Knoxville, Margera und Freunde sind eigentlich schon so lange aus diesem Alter heraus, dass es fast schon melancholisch ist, ihnen dabei zu zu sehen, wie sie ihre Kindertage in halbwegs gefährlichen, aber immer absurden Stunts herauf beschwören.
Und auch die Tatsache, dass das ganze Set dieses Mal nüchtern war, da Steve-O seit zwei Jahren trockener Alkoholiker ist, hielt die Jungs anscheinend nicht davon ab, sich trotzdem ekligen Tests und Gags zu unterziehen, die einem die Schamesröte ins Gesicht treiben.
Dabei sind – das muss man zugeben – einige sehr witzige Ideen dabei, die jedoch die Länge eines Kinofilmes nicht entschuldigen und ob man sich halbnackte Männer in erniedrigen Positionen wirklich so “lebensnah” ansehen möchte, wie es bei 3D der Fall ist, steht weiterhin zur Debatte.
Wer sich trotzdem ein paar erwachsene Männer in kindischen Situationen ansehen möchte – vielleicht ja, um selbst nicht auf dumme Gedanken zu kommen – der kann das ab dem 28.10.2010 im Kino tun.

Regie: Jeff Tremain
Drehbuch: –
Darsteller: Johnny Knoxville, Bam Margera, Steve-O, Ryan Dunn
Musik: –