Es gibt wenige Horrorfilme, deren Ende wirklich erfolgreich ist, irgendetwas an dem letzten großen Schreck verleitet viel zu viele Regisseure dazu, unglückliche Twists heran zu ziehen. Leider ist Insidious keine Ausnahme.

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Als der Sohn der Lambert Familie ins Koma fällt, kurz nachdem sie in ein neues Haus gezogen sind, vermutet seine Mutter eine übernatürliche Macht und will unbedingt umziehen, doch auch das neue Haus scheint keine Ruhe zu bringen und die Lamberts müssen sich bald damit abfinden, dass ihr Leben von einer dunklen Macht bedroht wird.
Eine relativ originelle Story (man wird teilweise an “The Haunting in Conneticut” und “Paranormal Activity” erinnert) und eine großartig unheimliche erste Hälfte nebst beeindruckenden Darstellungen machen “Insidious” zu einem der besseren Horrorfilme der letzten Monate, was nicht zuletzt an einer sicheren Hand des Regisseurs James Wan liegt (auch wenn der für die Saw Reihe verantwortlich ist, die leider immer noch kein Ende findet).
Schauspielerisch stark geben sich Rose Byrne und Patrick Wilson als besorgte Eltern, für Horrorfilm Nerds wird es nur etwas merkwürdig, wenn Lin Shaye als Medium auftritt. Lin Shaye ist Kult im Horror Genre, allerdings vor allem deswegen, weil sie in den letzten Jahren vorwiegend für Komödien vor der Kamera stand, weshalb man sich etwas länger als man sollte, fragt, ob “Insidious” nun erst gemeint ist oder nicht.
Diese Frage hält sich leider auch zum Ende hin, denn in der zweiten Hälfte wird es nicht nur unnötig turbulent, sondern auch nicht ganz so stringent und nachvollziehbar, wie es am Anfang erschien, nicht zuletzt durch den furchtbaren, Klischee-belasteten Horrorfilm Fehler, das Geheimnisvolle des Schreckens in abstrusen Erklärungen logisch darstellen zu wollen.
Am Ende bleibt ein solider Film mit enttäuschendem Finale, womit sich “Insidious” in eine lange Reihe an Horrorfilmen, die wirklich fantastisch hätten werden können, einreiht. Lohnenswert ist es dennoch.

Der deutsche Kinostart ist der 16.6.2011.

Regie: James Wan
Drehbuch: Leigh Whannell
Darsteller: Patrick Wilson, Rose Byrne, Barbara Hershey, Lin Shaye
Musik: Joseph Bishare

Comment List

  • Patrick 22 / 07 / 2011

    Immer diese Leute die ein happyend brauchen… Das ende is Supper so wies is

  • Juliane 30 / 07 / 2011

    Von einem Happy End hat hier niemand etwas gesagt, vor allem nicht, dass es nötig war. Aber ein Finale mit etwas mehr Fokus wäre schön gewesen, da Insidious nicht zuletzt daran krankt, dass die erste Hälfte des Filmes nicht mit der zweiten Hälfte zusammen passt.

  • Near Dark 19 / 09 / 2011

    Die Story von “Insidious” ist nun nicht unbedingt was ganz Neues. Happy End hin oder her: Eine unterhaltsame Geisterjagd!

  • bdkdb 29 / 02 / 2012

    kann mit jemand das Ende erklären

  • Juliane 07 / 03 / 2012

    Hier gibt es – vor allem in den Kommentaren (No. 35 sei zu empfehlen) ein paar gute Theorien, leider auf Englisch. Ich würde hier ungern Spoilern, aber im Grunde muss man nur aufmerksam auf das achten, was im Film über Dämonenbesessenheit und Seelenreisen gesagt wird, dann kommt man schnell dahinter.
    http://cinemapsycho.wordpress.com/2011/05/07/catching-hell-why-the-ending-of-insidious-makes-perfect-sense/

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