Eine Reise durch das wunderschöne Großbritannien und dinnieren in den feinsten Restaurants, Steve Coogan hat es sich so schön vorgestellt.

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Es ist eine großartige Idee, nachdem der Observer an Steve Coogan heran getreten ist und ihn fragte, ob er Lust an einer Serie hätte, in der er – zusammen mit einem Gast der Wahl – durch Großbritannien reisen könnte, um schicke Restaurants zu besuchen und das Leben zu genießen und/oder zu kommentieren, stellte sich heraus, dass Coogans Freundin leider keine Lust hatte und nachdem diverse andere Leute absagten, blieb nur noch Rob Brydon als Reisepartner, der natürlich zusagte.
Die halb improvisierte Serie ist ein wunderbarer Mix aus den Sticheleien der beiden Comedians und der malerischen britischen Landschaft.
Steve Coogan ist auch international bekannt, spielte unter Anderem in “Coffee and Cigarettes” und “Tropic Thunder” mit, ist in Großbritannien aber vor allem für seine wahnwitzige Darstellung eines selbstverliebten Showmasters namens Alan Partridge bekannt.
Rob Brydon ist ein gut gehütetes, britisches Geheimnis, der Drehbücher, Hitsingles und Stand Up Routinen schrieb, in diversen Panelgames bewies, dass er ein Talent für Improvisation hat. Er bietet mit seiner offenen Art einen guten Gegenpol zum zynischen und irgendwie immer depremierten Coogan, auch wenn man davon ausgehen kann, dass sich beide selbst parodieren, was schon wahnwitzig genug ist, um es sich an zu sehen.

Die 6-teilige Serie wurde so umeditiert, dass sie als Film an diversen Festivals teil nehmen kann und feierte bereits in Toronto ihren Einstand. Zwei Comedians, die ungern nicht im Rampenlicht stehen, gutes Essen, eine immergrüne Landschaft und Gespräche die über banale Beobachtungen, über politische Aktualitäten bis hin zu einem Wettbewerb der besten Impressionen von Michael Caine alles umfassen – The Trip wirkt beinahe hypnotisierend mit seiner Einfachheit und dem Mangel an Story, denn irgendwie sind die Charaktere Story genug und so unterhaltsam, wie lange keine Komödie mehr.

Hoffentlich schafft es dieser Film auch in die deutschen (Independent)-Kinos, wenn nicht, sei der Griff zur DVD-Box empfohlen.

Regie: Michael Winterbottom
Darsteller: Rob Brydon, Steve Coogan