Während wir alle verzweifelt auf die Verfilmung von “Der kleine Hobbit” warten, verzögert Peter Jackson die Arbeit mit einer anderen Buchadaption. Ob es sich lohnt, dafür noch länger auf Hobbits verzichten zu müssen?

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Es ist 1973 und Susie Salmon (Saoirse Ronan) wird brutal ermordert. Der Mörder ist ein gefährlicher Serienkiller, der in der Nachbarschaft wohnt und bereits einen neuen Mord plant. Susie beobachtet nicht nur ihn von einer Art Zwischenwelt aus, sondern auch ihre Familie und muss sich entscheiden, ob sie sich am Mörder rächen oder die zerbrochenen Herzen ihrer Familie kitten will.
Die Verfilmung von Alice Sebolds gleichnamigen Buch ist ein visuelles Meisterwerk, von der bezaubernden Ausstattung der 70er Jahre bis zur wunderschönen Vision der Welt, in der Susie nach dem Tod hingelangt.
Der Film muss die große Mischung aus Thriller, Fantasy und Drama in einem ambitionierten Unterfangen unterbringen, was nicht immer gelingt, da sentimentale Trauerszenen und die packende Suche nach dem Mörder immer mal wieder abrupt wechseln, so dass die Gefühlslage des Zuschauers immer wieder auf die Probe gestellt wird.
Allerdings ist “In meinem Himmel” einer der Filme, der uns aus dem 0815-Schema der Hollywoodproduktionen heraus reißt und etwas anderes probiert.
Ob das gelingt oder nicht, ist dem Zuschauer überlassen, aber entgehen lassen sollte man sich das neue Werk von Peter Jackson sicher nicht und auf die DVD zu warten, ist bei dieser visuellen Ausdruckskraft reine Verschwendung.
Daher sollte man sich gerade in der grauen Jahreszeit ab dem 11.2.2010 ins Kino begeben.

Originaltitel: The Lovely Bones
Regie: Peter Jackson
Drehbuch: Peter Jackson, Fran Walsh, Philippa Boyens
Schauspieler: Saoirse Ronan, Mark Wahlberg, Rachel Weisz, Stanley Tucci
Soundtrack: Brian Eno