Fast jeder hat das Wort IMAX im Zusammenhang mit Filmen und Kino schon einmal gehört, doch was genau ist IMAX überhaupt? Wie kommt es das der Zuschauer von IMAX-Filmen das Gefühl hat, mitten im Filmgeschehen dabei zu sein, anstatt einfach nur zuzuschauen?


Die IMAX-Corporation und ihr Kino-System

„Images MAXimum“, kurz IMAX, dies ist der Name des kanadischen Unternehmens IMAX Corporation und bedeutet frei übersetzt so viel wie „größtmögliche Bilder“. Gegründet wurde das Unternehmen 1967 von den kanadischen Unternehmern und Filmemachern Roman Kroitor, Robert Kerr und Graeme Ferguson in Mississauga, Kanada. Sie hatten das Ziel, ein System zu entwickeln, welches die multiplen Projektoren für Multi-Leinwand-Filme unnötig machen sollte, weil stattdessen nur noch ein einziger starker Projektor die Aufgaben von mehreren Projektoren übernehmen könnte.
So konnten sie 1970 ihr erstes IMAX-Filmprojektorensystem vorstellen, 1971 das erste permanente IMAX-Projektionssystem in einem Kino in Toronto installieren und 1973 das erste IMAX Dome in San Diego eröffnen.
Diese Vorläufer wurden über die Jahre kontinuierlich weiterentwickelt und so entstand 1986 das IMAX 3D, 1990 die Systeme IMAX 3D Dome und IMAX Magic Carpet, 1992 das IMAX HD-System und 2008 wurden alle mechanischen Systeme gegen digitale IMAX Projektoren ausgetauscht.

Wie genau funktioniert das IMAX-System?

Die IMAX-Filme werden mit einer speziellen Kamera im ­15/70-Format aufgenommen, dies bedeutet, dass der Film 15 Perforationslöcher pro 70-mm-Bild aufweist. Solch eine Filmrolle wiegt etwa 80 kg, weshalb die meisten IMAX Filme im Höchstfall eine Stunde lang sind.
Dieser Film läuft dann im Kino horizontal durch den speziellen Projektor, was ein Bildformat von etwa 1,36:1 ermöglicht. Eine wassergekühlte Xenon-Gasentladungslampe mit 15 kW elektrischer Leistung (30 kW bei 3-D-Projektionen) und der von IMAX Corporation entwickelte Rolling-Loop-Filmtransport sorgen schließlich für ein scharfes, brillantes und flimmerfreies Bild. Durch die Verstärker des Mehrkanal-Tonsystems kommen außerdem alle Geräusche und auch die Filmmusik so realistisch beim Zuschauer an, dass das Gefühl entsteht, mitten im Film zu sein und nicht nur vor einer Leinwand zu sitzen.