Manche Menschen gehen auf den Jakobsweg oder reisen nach Indien, um sich selbst zu finden. Und manche suchen es in einer Karriere als Hip Hop Star!

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Als Joaquin Phoenix 2008 das Ende seiner Schauspielkarriere verkündete, war die Medienwelt zwar erschüttert, aber vielleicht nicht sehr überrascht, denn der Ausnahmeschauspieler hatte sich für seine Paraderolle als Johnny Cash so sehr in den Charakter hinein gelebt, dass er sogar ein Alkoholproblem aus den Dreharbeiten mitgenommen hatte. Doch anstatt sich zur Ruhe zu setzen, ließ sich der 35-Jährige einen Bart wachsen, legte ordentlich zu und versuchte sich als Rapper.
Seinen Weg dahin, der Austausch mit Hip Hop Grössen, die Reaktion der Fans und Medien wurden dabei immer wieder mitgefilmt und das von keinem Geringeren als Casey Affleck.
Was dabei heraus gekommen ist, ist eine so genannte Mockumentary, die im Stil einer Dokumentation gedreht wird, allerdings durch gespielte Charaktere das Genre und auch die Geschehnisse kritisch und ironisch reflektiert.
Wenn etwa Puff Daddy, P.Diddy o.Ä. lautstark deklariert, dass der Erfolg nur damit zusammen hängt, wieviel Geld man investiert, dann kommt man nicht umhin, den Medienrummel um jedweden Star in Frage zu stellen.
Leicht wird es nicht, diese Extremerfahrung mit Phoenix zu teilen, denn Journalisten, Kollegen und Fans können selbst unter den humoristischen Aspekten von “I’m still here” ein flaues Gefühl im Magen bereiten, denn Joaquin spielt den herunter gekommenen Schauspieler kurz vor dem Zusammenbruch erschreckend realistisch.

Ein deutscher Termin steht noch nicht fest, aber wir informieren, sobald ein Datum bestätigt ist.

Regie: Casey Affleck
Darsteller: Joaquin Phoenix