Wenn es um Kinderfilme geht, findet man kaum um Literaturverfilmungen herum, alleine, weil die Leserschaft eines berühmten Kinderbuches so gleich als Zielpublikum mit eingerechnet werden kann.

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Der 12-jährige Greg plant Großes im neuen Schuljahr: an der neuen Schule hat er nicht nur die Möglichkeit, endlich erwachsen zu werden, sondern sich selbst auch vollständig neu zu definieren. Vor allem beliebt möchte Greg so schnell wie möglich werden, vielleicht als coolster Typ der Schule, gerne aber auch als Klassenclown.
Nach einigen missglückten Versuchen das auch zu erreichen, steht für Greg fest, dass es sicherlich nicht an ihm liegt, sondern einzig und allein an seinem besten Freund Rowley, der in tausend Jahren nicht lernen könnte, wie man wirklich cool werden kann.
Die Verfilmung der Buchreihe von Jeff Kinney ist – wie so viele Verfilmungen von Kinderbüchern – zwar nicht total misslungen, der Griff zum Buch sei aber dennoch empfohlen.
Was “Gregs Tagebuch” jedoch auszeichnet ist viel Witz und realistische Charaktere. Greg ist zwar nicht halb so liebenswert wie man es eigentlich von Protagonisten von Kinderfilmen gewohnt ist, aber alleine das macht den Film interessant, da die obligatorische Moral der Geschichte dadurch etwas mehr als “Glaub an dich” beinhaltet.
Einzig die teilweise sprunghafte Story könnte etwas verwirrend sein, so manches Mal kommt es einen vor, als wären wichtige Verbindungselemente der Geschichte dem Schnittmeister unter gekommen.
Nichtsdestotrotz ist “Gregs Tagebuch” dank sympathischer Schauspieler und großartiger Nebenrollen (u.A. Steve Zahn als Gregs Vater) eindeutig sehenswert.
Ab dem 16.9.2010 im Kino

Regie: Thor Freudenthal
Drehbuch: Jackie Filgo, Jeff Filgo, Jeff Judah, Gabe Sachs, Jeff Kiney (Buch)
Darsteller: Zachary Gordon, Robert Capron, Steve Zahn, Rachael Harris
Musik: Theodore Shapiro, Julia Michels