Für das deutsche Publikum wahrscheinlich nur ein weiterer denkfrei zu geniessender Actionfilm, ist GI Joe eigentlich die Filmgeschichte einer Actionpuppe, quasi die Armeezeit von Ken, wenn man so will.

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GI Joe ist in Amerika seit Jahrzehnten die Barbie für Jungs. Ein Actionheld ohne Feierabend, den es in allen kriegerischen Variationen gibt und der genauso korrekt und uramerikanisch wie sein Gegenpart Barbie ist.
Die Verfilmung von Heroen aus den Kinderzimmern ist ja im Grunde nichts Neues mehr, bei Transformers hat es sogar besser funktioniert, als man jemals geglaubt hätte, aber wo Transformers mit einzigartig guten Special Effects, tollen Schauspielern und der nötigen Portion an Selbstironie punktet, ist GI Joe einfach nur sehr unangenehm zu gucken, da man im Gegensatz zu Transformers niemals den Gedanken los werden kann, dass es sich hierbei eigentlich um eine Spielzeugpuppe handelt.
Das liegt zum einen an den nicht gerade überzeugenden Schauspielleistungen, zum anderen aber an einer drögen und langweiligen Story (der Ursprung der Cobra Organisation und die Bekämpfung eines Bösewichtes), die sich an manchmal guten, manchmal dennoch recht altmodisch erscheinenden Special Effects entlang hangelt.
Dennis Quaid hat schon lange keine wirklich herausragenden Filme mehr gemacht und was Ex Doctor Who Christopher Eccleston in diesem Desaster macht, ist eine berechtigte Frage, aber britische Schauspieler haben ja oft ein schlechtes Händchen mit amerikanischen Produktionen.
Wer sich Actionfilme aller Qualität gerne im Kino ansieht, wird hier an Special Effects, Explosionen und coolen Typen sicher seinen Spaß haben, aber man sollte sich doch lieber Transformers oder Wolverine ansehen, da man dort zumindest an Story und Dialogen etwas mehr bekommt, als abgenutzte Sprüche und ein zerstörtes Paris.
GI Joe läuft ab dem 6.8. in den Kinos.