Der Mann ist zur Zeit ja wirklich überall und scheint sich in jedem beliebigen Genre zuhause zu fühlen. Da fragt man sich, wie er das nur macht und manchmal leider auch, warum überhaupt.

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Der 1969 geborene waschechte Schotte ist vor allem mit zwei Rollen bekannt geworden, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zum Einen mit der schnulzig-theatralischen Rolle des Phantoms in “Das Phantom der Oper”, zum Anderen als muskulöse Killermaschine in Frank Millers “300”.
Somit hatte er es gleich in die Herzen der Frauen und gleichzeitig in die Muskeln der Männer geschafft.
Bereits davor zieht sich die Wahl von Action- oder Liebesfilmen durch seinen Lebenslauf. Von “Tomb Raider” zu “Harrison’s Flowers”, Butler scheint sich noch mehr als Russel Crowe mit dem ‘Harte Schale, weicher Kern” identifizieren zu können.
So sympathisch das ist, die Wahl seiner Rollen ist nicht immer allzu verständlich. Wo man sich bei Russel Crowe fast immer sicher sein kann, Qualität geliefert zu bekommen, kann Butler auch mal so richtig daneben greifen, denn ehrlich gestanden, “Das Phantom der Oper” war nicht wirklich ein Meisterwerk und auch die mehr oder weniger seichte Komödie “Die nackte Wahrheit” ist nicht gerade Oscarmaterial.
Allerdings sind Filme wie “Butterfly on a Wheel” oder “PS: Ich liebe dich” ein wirklicher Hingucker und anscheinend auch Motivation für Butler, hat er durch Letzteren sogar mit dem Rauchen aufgehört.
Natürlich ist es immer wieder schön, den rauen Charme eines echten Schotten auf der Leinwand zu sehen, aber wenn sich Herr Butler nicht bald ein wenig mehr Mühe bei der Wahl seiner Drehbücher gibt, könnte er sehr bald Besitzer einer Goldenen Himbeere werden und das wollen wir wirklich nicht, oder? Wobei, mit dem Humor und diesem Herz-zerbrechenden Schalk im Nacken, ist es vielleicht auch egal.