Science Fiction ist eine Kunst, die nicht jeder beherrscht, die aber in der Literatur- und Filmgeschichte die mitunter besten Sozialkritiken hervor gebracht hat. Ob Gamer das auch schafft?

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In einer nicht allzu entfernten Zukunft haben virtuelle Computerspiele eine neue Plattform erreicht. Online können Spieler echte Menschen oder auch Kampfmaschinen steuern, die sich in tödlichen Kämpfen durch eine post-apokalyptische Spiele – Landschaft kämpfen müssen. Bei den gesteuerten Menschen handelt es sich allerdings um Sträflinge mit Todesstrafe, die bei diesen Spielen die Chance haben, die Freiheit zu erlangen. Dass das bisher nicht gelungen ist, hält Kable (Gerard Butler) nicht davon ab, es zu versuchen. Zusammen mit dem 17-jährigen Simon (Logan Lerman) will er das unmögliche erreichen – die Freiheit.
Wer jetzt mit gerunzelter Stirn überlegt, ob er nicht schon einmal etwas Ähnliches gesehen hat, darf sich entspannen, denn ja, “Gamer” klingt erschreckend nach einem leicht veränderten Remake von “Running Man” mit Arnold Schwarzenegger, aber auch nach frischeren Filmen wie etwa “Die Todeskandidaten”.
Als Actionschlacht ist “Gamer” ein absolutes Fest und sicher einer der Guten im Jahre 2009.
Allerdings wurde die Verurteilung von Gewaltspielen, in Form eines sehr gewaltvollen Filmes nicht umsonst mehrmals kritisiert und stellt natürlich die Frage, ob man hier den moralischen Zeigefinger zu früh erhoben hat.
Daher ist es mal wieder ärgerlich, wie ein so gut produzierter Film mit einem durchweg gutem Cast (Gerard Butler ist nun einmal ein Profi) nicht in der Lage ist, sein volles Potential aus zu schöpfen, denn da hätte man wirklich mehr draus machen können, “District 9” hat es doch auch geschafft.
Da der Film verschoben wurde, kommt er nun doch nicht im September, sondern erst am 7.2010. ins Kino.