Der vierte – und voraussichtlich letzte – Teil der Comedyreihe um den gutmütigen Oger ist leider nicht mehr innovativ, sondern vergreift sich ganz im Gegenteil an einem der ältesten Filmplots der Kinogeschichte.

[youtube q4U3AQ–0Ic]

Endlich im Familienleben angekommen scheint es fast so, als hätte Shrek sein Happy End gefunden. Aber irgendwie fehlt etwas im Leben des grünen Ungetüms, ob es der mangelnde Respekt ist, da er als Volksheld kaum mehr gruselig ist, oder der eintönige Alltag rund um Windeln, Gute Nacht Geschichten und Gekreische, Shrek ist unglücklich. Als er sich vom hinterlistigen Rumpelstilzchen einen Deal anschwatzen lässt, der etwas Pepp in sein Leben bringen soll, wacht er plötzlich in einer Welt auf, in der rein gar nichts eintönig ist.
Was einst als hervorragende Parodie auf Disney und Co angefangen hat, ist mittlerweile genau das geworden: ein kitschiges Marketingkonzept, das mit Spielzeug, Videospielen, Straight-to-DVD Specials und anderen nutzlosen Artikeln jeden Euro aus der ehemals cleveren Idee holt.
Der vierte Teil ist daher ein Abklatsch von “Ist das Leben nicht schön?” und hat sehr wohl einige Lacher, die  aber in der uninspirierten Story und dem eigenen Schulterklopfen unter gehen. Wenn alleine das Auftreten alter Charaktere witzig sein soll, nur weil sie an ehemalige Gags aus den anderen Filmen erinnern, dann muss man davon ausgehen, dass den Drehbuchschreibern die Ideen ausgegangen sind.
Lustlos und kaum fürs Kino geeignet, wirkt “Für Immer Shrek” eher wie ein DVD-Spezial und jeglicher Ansatz an Parodie geht in teilweise unerträglich schmalzigen Szenen unter.
Schade, wie schnell sich der eigene Anspruch ins Umgekehrte verwandelt, sobald man es vermarkten kann, aber die Hardcore Fans werden sicherlich dennoch ihren Spaß haben.

Ab dem 30.6.2010 im Kino

Regie: Mike Mitchell
Drehbuch: William Steig, Josh Klausner, Darren Lemke
Darsteller: Mike Myers, Eddie Murphy, Cameron Diaz, Antonio Banderas
Musik: Harry Gregson-Williams