Jeder liebt “Little Miss Sunshine”, der Nachfolgefilm der Produzenten wurde leider nicht so populär, verdient es aber allemal, denn Glück auf einer Filmrolle findet man nicht alle Tage.

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Rose (Amy Adams) ist alleinstehend und Mutter, hat eine Affäre mit einem verheirateten Polizisten und sieht keinen Weg aus ihrem Trott und vor allem ihren Geldsorgen heraus. Ihre Schwester Norah (Emily Blunt) ist ebenso planlos, scheint damit aber gut zu leben, da sie zusammen mit ihrem Vater Joe (Alan Arkin) alles hat, was ein Slacker so braucht. Als Rose die Idee bekommt, als Reinigungskraft nach Leichenfunden zu arbeiten und ihre Schwester mit einbezieht, hat sie plötzlich einen Fokus im Leben. Unter dem Namen “Sunshine Cleaning” zieht sie ihr eigenes Unternehmen auf.

Amy Adams überraschte nach ihrer Prinzessinnen Rolle mit einer frustrierten, aber ambitionierten Mutter, das Doppel mit Emily Blunt funktioniert einwandfrei, die Chemie stimmt. Das Wunderbare an “Sunshine Cleaning” ist die Tatsache, dass keine der Personen wirklich bösartig ist, daher sind jedwede Tragödien im Leben der Familie einfach dem Leben zu zu schreiben, mit denen man sich auseinander setzen muss, anstatt die Schuld anderen zu geben. Die Wärme jeder einzelnen Figur, die kleinen Details und realistischen Dialoge machen den Film zu einer ruhigen, immer optimistischen Momentaufnahme ganz normaler Menschen, so dass es in keiner Sekunde einen rettenden Prinzen, einen Millionen-Job oder einen Lotto-Gewinn gibt.
Für die Familie dürfte der Film nicht wirklich sein, da bestimmte Szenen am Tatort zwar nicht zu viel zeigen, aber genug implizieren. Wer aber Freunden und Bekannten einen Film empfehlen möchte, der ist mit “Sunshine Cleaning” genau richtig, alleine, um Amy Adams in einer herausragenden Rolle zu sehen.
Den zurückhaltenden und passenden Soundtrack steuerte übrigens Michael Penn, Bruder von Sean Penn bei.

Regie: Christine Jeffs
Drehbuch: Megan Holley
Darsteller: Amy Adams, Emily Blunt, Steve Zahn, Alan Arkin
Musik: Susan Jacobs, Michael Penn