Ach ja, Kinder und merkwürdige Vorkommnisse, seit “Omen” können Horrorfilmmacher nicht genug von den kleinen Rackern bekommen. Ob es sich dieses Mal lohnt, ins Kino zu gehen?

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Emily Jenkins (Renee Zellweger) ist Sozialarbeiterin und bekommt den Fall von Lilith Sullivan (Jodelle Ferland) auf den Tisch, deren Noten nicht nur drastisch schlechter geworden sind, sondern deren Eltern auch ein merkwürdiges Verhalten an den Tag legen. Emily legt alles daran, das Kind aus dem Elternhaus zu bringen, denn irgendetwas geht dort nicht mit rechten Dingen zu.
Christian Alvart (u.A. “Pandorum”) hat sich ein klassisches Horrorfilmthema genommen, dem es genau deshalb auch ein wenig an Originalität mangelt und unablässlich an andere Filme erinnert.
Jedoch ist besonders der Anfang des Films spannend und clever aufgezogen worden und verliert erst zum Ende hin an Stringenz. Renee Zellweger spielt überzeugend und auch Jodelle Ferland macht sich gut, was kein Wunder ist, da sie mit “Silent Hill” bereits Kenntnisse aus dem Horrorgenre mit sich bringt. An die Leistung von Isabelle Fuhrman aus “Orphan” kommt sie jedoch nicht heran und gerade weil “Fall 39” sich ein wenig sehr in seine Story hinein steigert, erscheint sie manchmal sogar unfreiwillig komisch, so dass es in manchen Szenen schwer ist, zu entscheiden, ob man sich nun gruseln oder amüsieren soll.
“Fall 39” ist bei weitem kein schlechter Horrorfilm und kann ruhig am dem 11.3.2010 im Kino genossen werden, allerdings ist es auch kein Meisterwerk, so dass besonders Genrekenner auch auf die DVD-Veröffentlichung warten können.

Regie: Christian Alvart
Drehbuch: Ray Wright
Darsteller: Renee Zellweger, Jodelle Ferland, Ian McShane