Was für eine Überraschung, Hollywood schickt Dragonball als „Realverfilmung“ auf die Leinwand. Klar, dies war zu erwarten, bei der Flut der Comic-Verfilmung der letzten Jahre. Warum sollten da nicht auch Anime folgen.

Vielleicht gibt dieser Film die passende Antwort darauf, „Warum nicht?“

Gut, man sollte keinen Film verteufeln, bevor er überhaupt erschienen ist, aber irgendwie erzeugt schon der Trailer bei jedem, der die Serien aus Japan kennt, ein lang anhaltendes Stirnrunzeln im Gesicht und auch in den einschlägigen Foren zeigt sich die Fan-Gemeinde von Son-Goku und Co. eher skeptisch.

Es fängt schon beim Cast an. Justin Chatwin spielt den Son-Goku und sieht mehr aus wie ein verschlafener Teenager mit zerzauster Frisur als wie der außerirdische Held mit dem Schalk im Nacken. Und auch die restlichen Charaktere sind mehr eine Farce als treffend dargestellt.

Der einzige, der aus diesem Drama der Hollywood -Adaptionen heraus sticht ist James Masters, besser bekannt als Spike aus „Buffy“. Sein Piccolo scheint die einzige Figur zu sein, die mit der Vorlage mithalten kann.

Unglücklicherweise macht ein guter Schauspieler noch keinen guten Film.

Am schwersten in Magen wird eingefleischten Fans wohl die Story liegen, jene hat nämlich nur noch wenig mit dem Originalplot zu tun. Nicht nur, dass die Dragonballs, magische, Wünsche erfüllende, orange „Steine“, auf einmal nicht mehr mehr von Gott erschaffen wurden, sondern von sieben Magiern, auch fehlen viele Figuren der Originalhandlung.

Nur ein Bruchteil der Geschichte, die sich eigentlich in Dragonball um den noch kleinen Son-Goku dreht, ist in den Film eingeflossen. Kurz gesagt: Son-Goku macht sich mit Hilfe seines Lehrmeisters Roshi auf die Suche nach den sieben Dragonballs bevor der böse Lord Piccolo ihnen zuvor kommt.

Naja, warten wir es ab. Wenigstens macht Bulma (Emmy Rossum) eine ganz ordentliche Figur.

Auch als eigentlicher Fan der Serie fühle ich mich dennoch versucht, zu sagen: „Nein danke!“

Aber wenn auch nur jeder, der Gefallen an den über 500 Episoden von Dragonball, Dragonball Z und GT gefunden hat, es riskiert, sich von diesem Film entweder enttäuschen oder begeistern zu lassen, und einmal ins Kino geht, wird er wohl jenseits der Bewertung seiner tatsächlichen Qualität ein Riesenerfolg werden, wenn auch vielleicht nicht in Deutschland.

[youtube yfz0BwXXtVo]

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  • reinhard.biderschek 25 / 05 / 2009

    Dieser Dragonball Evolution-Film ist ja der gröste sch…
    Das ist eine beleidigung für den Titel Dragonball, besser ausgetrückt die,die dort verfilmt worden sind sehen aus wie Bauernkinder aus dem Dorftrottelland.

  • reinhard.biderschek 25 / 05 / 2009

    Der Typ auf dem Plakat auf der vorderseite sieht aus wie ein Affe

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