Seit Stephen King’s Thinner wissen wir wohl – leg dich niemals mit Zigeunern an, das endet böse.

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Christine Brown arbeitet in einer Bank und wird vom starken Konkurrenzdruck dazu getrieben, einer alten Frau den Aufschub ihrer Hypothek zu gewähren. Gedemütigt rächt sich die alte Zigeunerin indem sie Christine verflucht. Kurz darauf wird sie von seltsamen Träumen und Visionen geplagt und muss bald erfahren: die Lamia sind hinter ihr her.
Nach der Remake-Flut der letzten Jahre will man natürlich jeden amerikanischen Horrorfilm des Baus Eigenmarke begrüßen und auch das Casting mit Alison Lohman (“Weißer Oleander”) und Justin Long (“Jeepers Creepers”) lädt zum Gucken ein, allerdings gibt es ein nicht zu unterschätzendes Problem, dass so manchen Zuschauer verwirren könnte.
Wer Sam Raimi (Evil Dead) kennt und schätzt, weiß, was ihn erwartet, alle anderen könnten allerdings ziemlich abgeschreckt werden, denn die im Ansatz überzeugende Story ist teilweise durchwachsen mit absurden Schockern, merkwürdigen Dialogen und einer Nasenbluten-Szene, die an Tarantino erinnert.
Da “Drag Me To Hell” nicht so offenkundig albern wie die Evil Dead Reihe ist, braucht man eine ganze Weile, um das Konzept zu durchschauen und auch die Referenzen zu 80er Horrorfilmen scheinen auf den ersten Blick eher ungewollt. Es ist wohl die Ähnlichkeit mit dem albtraumhaft simplen “Thinner”, die es so schwer macht, den Film als einen Horror/Comedy Mix zu genießen, aber wer sich darauf einlässt wird belohnt, zumal es so einige Szenen gibt, die tatsächlich gruselig bis zum Nägelkauen sind.
Sobald man sich mit der Comedy angefreundet hat, wird auch das Spiel von Lohman zu einem wahren Fest, da sie ihre Rolle als heillos überfordertes Bauernmädchen mit den besten Intentionen fantastisch rüber bringt.
Den spaßigen Spuk gibt es ab dem 11.6. im Kino.

One Comments

  • nessi_XTC 15 / 06 / 2009

    der film war weder großartig noch gottenschlecht.
    er war an manchen stellen komisch, an anderen wieder angsteinflößend. für eine gänsehaut sorgt er auf alle fälle!

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