Seit jeher dient das Science Fiction Genre als kritische Reflektion der Gesellschaft. Mit der Komödie aus Neil Blomkamps Händen hat sich nun ein neues Paradebeispiel gefunden

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Ein Ufo ist über Johannisburg gestranded. Die Insassen, anscheinend nicht in der Lage sich selbst zu versorgen, werden in eine Art Lager gesteckt (District 9), in dem sie leben können, ohne dass sie anderen oder sich schaden können.
Allerdings sind nicht alle Aliens so dumm und unfähig, wie die Menschen annehmen, in einer der Hütten auf dem Gelände, das eher einem Müllplatz ähnelt und durch einige (menschliche) Gangs und übereilte Militäreinsätze hoch gefährlich geworden ist, arbeitet Christopher Johnson (so zumindest sein menschlicher Name) an einem Gerät, dass ihnen helfen soll, nicht nur auf ihr Schiff zu kommen, sondern zurück in ihre Heimat zu fliegen.
Als Sicherheitsinspektor Mikus van der Merwe mit diesem Gerät in Berührung kommt, beginnt für ihn eine Verwandlung, der extraterrestischen Art, ganz zu schweigen von den Problemen, die er bekommt, als das Militär davon erfährt…

Der Film basiert auf einen Kurzfilm von Blomkamp, der in Johannesburg, Afrika spielt und sich mit der Apartheit auseinander setzt. “District 9” hat die Kritiker und das Publikum im Sturm erobert. Teils als Reportage/Zeitzeugendoku, teils als Actionfilm gedreht ist der Film eine äußerst bissige Analogie zur Rassentrennung in Südafrika. Besonders die Charakterstudie von Mikus ist überzeugend dargestellt von Sharlto Copley, der sowohl komisch als auch bierernst spielen kann und das so gut, dass man nie weiß, ob man ihn jetzt hassen oder bemitleiden soll.
Als Film, der sich von den actiongeladenenen Science Fiction Streifen der letzten Jahre abhebt, ist “District 9” fast schon obligatorisch.
Wer sich das Spektakel nicht am dem 10.9. im Kino ansieht, hat selbst Schuld.