“Die Verurteilten” leben in der Stephen-King-Verfilmung im Shawshank-Gefängnis. Andy und Red entwickeln darin eine bewegende Freundschaft. Bis Andy eines Tages einen ganz besonderen Weg einschlägt. Ein Weg, der auf Hoffnung beruht und ein unglaubliches Ziel verfolgt.

Die Verurteilten © cdrummbks/Flickr

Der Film “Die Verurteilten” von 1994 basiert auf der Novelle Hope Springs Eternal: Rita Hayworth and Shawshank Redemption von Stephen King. Frank Darabont führte Regie und verhalf dem Projekt unter anderem mit der Starbesetzung zu einer siebenfachen Oscar-Nominierung. Schauspieler und Regisseur erhielten überdies Auszeichnungen, darunter dreimal “Bester ausländischer Film”.

Verurteilt zu zweimal lebenslanger Haft. Der Grund: Alle Indizien sprechen dafür, dass der Mann, ein ehemaliger Banker, aus Eifersucht seine Frau und deren Liebhaber erschossen hat. Der Mann ist Andy Dufresne (Tim Robbins). Und er ist anders als andere Häftlinge im für Gewalt gefürchteten Shawshank-Gefängnis.

Die Verurteilten nach Stephen King: “Entscheide dich, ob du leben oder sterben willst”

Er ist ruhiger, zurückhaltender und bedachter in seinem Tun. Er wirkt deplatziert, als wäre er teilweise nicht nur hinter Gittern, sondern auch in einer Art von Trancezustand gefangen. Er ist keiner, dem man die Täterrolle zuschreibt. Er ist eher einer, den der Zuschauer in Schutz nehmen will. Andys Charakter erregt die Aufmerksamkeit der Mitgefangenen, zumal er schon wegen seines Status als Neuankömmling im besonderem Fokus steht. Vor allem sexuelle Gewalt ist es, der sich Andy stets aussetzen muss.

Nach und nach lernt er Häftling Red (Morgan Freeman) kennen. Auch dieser muss sein Leben im Shawshank fristen. Eine Freundschaft entsteht, die Vertrauen mit einschließt. Und auch in diesem Vertrauensverhältnis bekräftigt Andy Dufresne stets, dass er unschuldig verurteilt ist. Red: “Na, wie geht”s dir?” Andy: “Ich hab’s nicht getan, falls du das meinst.” Red:” Na dann passt du ja fabelhaft hier rein!”  Nach einiger Zeit wird das Ansehen von Andy im Gefängnis besser. Er zeigt sich stets hilfsbereit und großzügig. Selbst einen Aufseher berät er in Geldangelegenheiten und steht dadurch unter besonderem Schutz. Dass Red im Gefängnis alle möglichen Dinge besorgen kann, nutzt Dufresne aus, um seinen eigenen Plan zu verfolgen. Einen Plan, der das Unglaubliche möglich machen soll und auch seine Freundschaft zu Red in vielerlei Hinsicht miteinbezieht.

Das Prinzip Hoffnung im Film mit Tim Robbins

“Es gibt Orte auf dieser Welt, die nicht aus Stein sind. Da gibt es etwas, dass sie dir nicht nehmen können.” Andy’s Prinzip zu überleben, ist das Prinzip der Hoffnung. Nur sie verhindert, dass er den Verstand oder sogar sein Leben hinter Gittern verliert. Er sieht einen Ausweg und ergreift ihn. Sowohl die Novelle, als auch der Kinofilm ziehen den Zuschauer in den Bann. Nach der Feststellung, dass Andy eigentlich eher Opfer als Täter ist, wünscht man ihn sich gedanklich an einen anderen, besseren Ort. Weit weg von kalten Gefängnismauern, weit weg von Wärtern, Mithäftlingen und dem immer gleichen Tagesrhythmus. Doch die Macht hat der Zuschauer leider nicht und deshalb wächst, angesteckt durch Andy, auch bei ihm das Prinzip Hoffnung. Ein spannender, berührender Film, der mitreißt und zeigt, dass Menschen im (fast) wahrsten Sinne des Wortes Berge versetzen können.

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Die Verurteilten
Genre:
Drama
Regie: Frank Darabont
Besetzung: u.a. Tim Robbins, Morgan Freeman, Bob Gunton, William Sadler, Clancy Brown

Kinostart: 9.03.1995

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