Die Fünfziger Jahre haben so manchen Klassiker der Filmgeschichte hervorgebracht. Kein Wunder: Es war eine bewegte Zeit, was seinen Einfluss auf die Filmproduktion hatte.

[youtube iFBoOGzib6o]

Die Fünfziger Jahre: Der Zweite Weltkrieg war gerade erst vorbei und der Kalte Krieg begann. Hollywood musste Zerstreuung bringen und die Geschehenisse der Zeit verarbeiten und das tat es auch.

Was das Filmgenre angeht, so gab es eine große Vielfalt. Spannende Thriller, Komödien, Monumentalfilme, Drama, Western….eine große Auswahl an Filmen, die zu Meilensteinen der Filmgeschichte werden sollten.

Wie auch in späteren Jahrzehnten stellten sich auch hier die Filmemacher ähnliche Fragen zu TV & Film, beziehungsweise deren Gestaltung.Generationskonflikte, die sich in den 1960er Jahren noch weiter zuspitzen sollten, die Rock n‘ Roll Musik, der Korea-Krieg, die Kubanische Revolution, der Kalte Krieg und mit dem Sputnik Satelliten ein erster und wichtiger Schritt Richtung Weltall. Gesellschaftliche Ereignisse, die auch ihren Einfluss auf die Traumfabrik hatten.

Der Master of Suspense

Man kann nicht über die besten Filme der Fünfziger reden, ohne dass der Name Hitchcock genannt wird. Der britische Filmregisseur und Produzent ist eine Kultfigur des Films. Er ist heute noch eine Art Repräsentant des Thriller-Genres und hat Maßstäbe gesetzt für dessen Thematiken und vor allem auch die technische Umsetzung.

Würde man eine Top-Liste mit Filmen der Fünfziger erstellen, könnte man seinen Filmen getrost alle Plätze überlassen.

In den Fünfziger Jahren erschienen von ihm unter anderem die Filme „Das Fenster zum Hof“ (1954), „Vertigo“ (1958), „Über den Dächern von Nizza“ (1955), „Bei Anruf Mord“ (1954) oder auch „Der unsichtbare Dritte“ (1959)

In seinen Filmen wirkte zum Beispiel auch Grace Kelly mit, die in den Fünfzigern eine traumhafte Hollywoodkarriere erlebte, bis sie sich entschloss, Fürstin von Monaco zu werden.

Das Modell des Außenseiters und jungen Rebellen

In den Fünfziger Jahren sorgte ein Jung-Schauspieler für Furore, der für immer mit der Filmfigur des jungen Rebellen in Verbindung gebracht werden sollte und dessen Karriere ein jähes und tragisches Ende fand – sein Name war James Dean.

Er spielte in den Filmen „Giganten“ (1956), „Jenseits von Eden“ (1955) und „…Denn sie wissen nicht, was sie tun“ (1955) mit. Alle drei Filmklassiker, in denen noch andere bekannte Schauspielikonen wie Elizabeth Taylor, Rock Hudson und Natalie Wood mitwirkten.

James Dean wurde nach seinem Tod zur Jugend-Kultfigur und zum Symbol für die Auflehnung der Jugend gegen das konservative Amerika und die etablierten Gesellschaftsstrukturen.

Ein blonder Vamp und ein süßer Fratz

Marilyn Monroe wurde in den Fünfzigern zu einem Sexsymbol und meist für weniger anspruchsvolle Komödienrollen engagiert. Die Filme, in denen sie mitwirkte gehören heute zu Klassikern. Die bekanntesten davon sind „Niagara“ (1953), „Blondinen bevorzugt“ (1953), „Das verflixte 7. Jahr“ (1955) und „Manche mögen’s heiß“ (1959).

Audrey Hepburn war als Schauspielerin das genaue Gegenteil von Marilyn Monroe. Mit ihren rehbraunen Augen und ihrem naiven Charme verzauberte sie das Publikum. Mit ihr erschienen in den Fünfzigern „Ein Herz und eine Krone“ (1953), „Sabrina“ (1954), „Krieg und Frieden“ (1956) und „Ein süßer Fratz“ (1957).

Weitere Klassiker aus den Fünfzigern

Die Fünfziger standen auch im Zeichen großer Monumentalspektakel wie „Ben Hur“ (1959) oder „Quo Vadis“ (1951).

Was das Westerngenre angeht sind unbedingt „12 Uhr mittags – High Noon“ (1952) und „Der Schwarze Falke“ (1956) zu nennen.

In Deutschland wurden während der Fünfziger übrigens sehr viele Heimatfilme produziert, die in der Nachkriegszeit für leichte Unterhaltung sorgen sollten.