Man hätte ja schon meinen können, Will Ferrell hätte das Comedy-Feld der Apatow-Gang überlassen, aber weit gefehlt. Mit einem spacigen Science Fiction Abenteuer versucht er, einen weiteren Blockbuster zu meisseln. Ob’s gelingt?

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An die Kult-Serie “Land of the Lost” angelehnt (aber nicht als ein Remake gedacht), begleiten wir Dr.Rick Marshall (Will Ferrell), der überzeugt davon ist, dass es Parallel-Universen gibt. Zusammen mit Holly Cantrell (Anna Friel) und Redneck Will Stanton (Danny McBride) gelangt er tatsächlich in eine Welt voller Urmenschen, Dinosaurier, Echsen-Kreaturen und Relikten aus der Vergangenheit und Gegenwart.

Der Ansatz ist gut, ebenso das schauspielerische Talent, allerdings gibt es so einige Makel, die den Familienspaß etwas verderben. Da ist zuallererst die Frage, ob es überhaupt ein Familienspaß ist. Da die Serie “Land of the Lost” im Original für Kinder und damit für die ganze Familie zugänglich war.

Der Film beinhaltet so viele anzügliche Gags, die noch nicht einmal mit Doppeldeutigkeit, sondern eindeutigen Referenzen spielen, dass man es sich zwei Mal überlegen sollte, Kinder unter 12 Jahren mit zu nehmen. In diesen Gags liegt auch verschenktes Potenzial, Urmensch Cha-Ka (Jorma Taccone) ist zwar überzeugend gespielt und ungemein realistisch an das Original der Serie angelegt, aber auch der Garant für viele plumbe Witze, die sich schon aus hundert Meter Entfernung ankündigen.
Sowieso ist es schade, dass aus einem anspruchsvollen Serien-Klassiker ein Film geworden ist, der sich kaum traut, aus der Box heraus zu denken. Zwar sind die Anleihen an alte Science Fiction Filme liebevoll umgesetzt, aber es fällt einem unmittelbar “per Anhalter durch die Galaxis” ein, der ähnlich obskur, aber weitaus intelligenter und auch amüsanter war.
Spannend bleibt es den ganzen Film hindurch und Friel und Ferrell machen ein gutes Duo aus, aber man kommt nicht umhin zu bedauern, wieviele Möglichkeiten da teilweise durch den viel zu flachen Humor vertan wurden.