Nach Spielbergs Bearbeitung vom Krieg der Welten steht ein weiteres Science-Fiction-Remake auf dem Programm: Der Tag, an dem die Erde stillstand wird mit Keanu Reeves und Jennifer Connolly in den Hauptrollen im Dezember in die Kinos kommen.

In den 1950er Jahren waren Alien-Invasionen beliebt, lange vor der Akte X. In diesen kaum versteckten Allegorien auf den kalten Krieg wurden Städte gerne von fliegenden Untertassen an Schnüren ausradiert, schleimige Pappmonster jeder Couleur wurden bemüht, um strahlende Helden in silberner Unterwäsche zu stressen und wenn das Budget nicht reichte, wurden die Ausserirdischen schlicht mit Alu-Folie behangen.

Robert Wise inszenierte im Jahr 1951 nach einer Kurzgeschichte von Harry Bates einen regelrechten Antikriegsfilm als Gegensatz zu den gewohnten Materialschlachten, in denen miese, unfreundliche Extraterristen schon allein aus Prinzip der Menschheit ans Leder wollen.

Die Aggression geht bei Wise nicht vom Ausserirdischen Klaatu (damals: Michael Rennie, heute: Keanu Reeves) aus, sondern von den Menschen, die sofort nach seiner Landung auf ihn schießen. Er erlebt die Erde als gewalttätig und rückständig, von ihr geht Gefahr für sich selbst und die umliegenden Welten aus. Sein riesiger Roboter Gort steht bereit, um mit seinen Kräften unseren Planeten zu vernichten. Doch Klaatu entdeckt durch die Biolgin Helen auch die Schönheit der Welt und sieht so einen Hoffnungsschimmer…

Dieser Schematik wird wohl auch Scott Derricksons Film aus dem Jahr 2008 folgen. Die Spezialeffekte werden allerdings besser sein. Ob sich das gleiche ebenfalls über die schauspielerische Leistung sagen lassen kann, werden wir erst im Dezember sehen. Die Messlatte durch den alten Vertreter der Science Fiction liegt dabei deutlich höher, als bei anderen B-Movies seiner Zeit. Die friedliche Botschaft des Originals ist jedenfalls nach fünfzig Jahren aktueller denn je und man kann nur hoffen, dass sie im Remake nicht unter zu lauten Explosionen und Keanu Reeves Starimage untergeht.

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