Der französische Literaturklassiker wurde schon mehrfach verfilmt, die berühmteste Version kommt aus dem Jahr 1962. Nun will eine Neuverfilmung die alte Geschichte der rivalisierenden Kindergangs auffrischen.

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Die Kinder der Dörfer Longeverne und Velrans sind im Krieg, gegenseitig lauern sie sich regelmäßig auf und verprügeln einander, außerdem schneiden sie sich die Knöpfe von der Kleidung und behalten sie, denn in den Dörfern sind diese spärlich gesät und der Ärger der Eltern über die verlorenen Knöpfe wiegt doppelt schwer. Die Situation scheint bald zu eskalieren, als ein jüdisches Mädchen in den Kampf hinein gezogen wird.

Soweit die Story der klassischen Verfilmung, auch das Remake (von dem es übrigens noch ein zweites im selben Jahr gab – was für ein merkwürdiger Zufall) von 2011 dreht sich grob darum, Regie führt Christophe Barratier, der auch schon „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ in die Kinos gebracht hat.

Wie immer stellt sich die Frage, ob die Welt dieses Remake braucht, zwar kann man wohl von Glück sagen, dass die Zeit, in der der Film spielt, sich nicht vom Originalfilm unterscheidet, aber vielleicht wäre es zumindest eine kreative Herausforderung gewesen, die clever-amüsante Satire über die Kriegswut der Menschen in die Gegenwart zu verfrachten, nicht zuletzt, weil Frankreichs Jugend derzeit genug Grund hat, aufzubegehren.

Stattdessen gibt es schöne bunte Farben, neue junge Schauspieler und einen leicht modernisierten Dialog zum Buch. Als Filmfan mag man das allgemein enttäuschend finden, aber der Klassiker wirkt eventuell zu angestaubt für die Kinder von heute, weshalb man sich wohl nicht zu sehr beschweren sollte, wenn gutes Material für die ganze Familie neu verfilmt wird (immerhin ist es besser, als wenn schlechtes Material neu verfilmt wird).

Der Film kommt am 12.4. in die deutschen Kinos

Regie: Christophe Barratier

Drehbuch: Barratier, Stephane Keller, Philippe Lopes-Curval (nach dem Roman von Louis Pergaud)

Darsteller: Jean Texier, Ilina Bachelier, Guillaume Canet, Laetitia Casta

Musik: Philippe Rombi