Im Jahr 1997 kam der Film Titanic erstmals in die Kinos und war nicht nur eines der teuersten Filmprojekte aller Zeiten, sondern auch eines der erfolgreichsten. Jetzt kommt das Kinospektakel in 3D zurück.

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Der Zeitpunkt für den erneuten Kinostart ist natürlich nicht willkürlich gewählt. Im April diesen Jahres ist es genau 100 Jahre her, dass der Luxusliner von Southampton aus zu seiner Jungfernfahrt Richtung New York auslief und in der Nacht vom 14. Auf den 15. April 1912 nach der Kollision mit einem Eisberg sank.

Das Besondere an der Titanic

Die Faszination, die die Titanic ausübt, ist seit 100 Jahren nahezu ungebrochen. Zahlreiche Bücher wurden zu dem Thema geschrieben und eine Vielzahl an Filmen produziert, die sich mit der ersten und einzigen Fahrt der Titanic befassen. Doch was macht das große Interesse an diesem Schiff und seiner Geschichte aus?

Zunächst einmal: Die Titanic ging gleich bei ihrer Jungfernfahrt unter, nachdem sie zuvor als das sicherste Transportmittel der Welt und sogar als unsinkbar galt.

Die Tragik dabei: Sie hatte von Anfang an mehr Passagiere an Bord, als Platz in den Rettungsboten war und selbst von diesem wurde beim Untergang nur ein Bruchteil genutzt. Außerdem wäre das Schiff „Californian“ rechtzeitig zur Stelle gewesen, um die Schiffbrüchigen aufzunehmen, hätte deren Funker nicht in tiefem Schlaf gelegen und den SOS-Funkspruch somit verpasst.

Der Untergang erinnerte nicht nur an die Grenzen menschlicher Schaffenskraft, sondern bewirkte auch einige wesentliche Veränderungen in der Schifffahrt.

Und nicht zuletzt: Beim Untergang kam auch fast die gesamte wirtschaftliche Führungselite beziehungsweise der Geldadel der damaligen Zeit ums Leben, unter anderem der Milliardär John Jacob Astor.

Das Untergangs-Spektakel in 3D

Titanic war bereits ohne 3D-Effekt ein beeindruckender Film, der mit 11 Oscars belohnt wurde. Regisseur James Cameron hatte es mit sehr viel Aufwand geschafft, dem Kinopublikum den Untergang des Luxusliners so nahe wie möglich zu bringen. Das Ganze verpackt um eine tragisch-schöne Liebesgeschichte und ein Highlight der Filmgeschichte war geboren.

Cameron hatte wesentliche Vorteile. Im Jahr 1985 hatte man das Wrack der Titanic nach langer Suche entdeckt und war mittlerweile technisch in der Lage, regelmäßige Tauchfahrten durchzuführen und mit Hilfe von steuerbaren Robotern das Innere genauer zu erkunden. Somit konnten wesentliche Einzelheiten, das Unglück betreffend geklärt werden. Außerdem hatte die Filmtechnik wesentliche Fortschritte gemacht und erlaubte es ihm, den Film mit allerlei technischen Raffinessen in Szene zu setzen.

Nun kann man den Film also nochmals in 3D bestaunen, wodurch der Unterhaltungswert noch gesteigert wird und man nicht nur ein Gefühl für die Größenverhältnisse des Schiffes, sondern auch sonst das Gefühl suggeriert bekommt, live bei der Fahrt und dem Untergang mit dabei zu sein.