Bei dem Film “Ein russischer Sommer” handelt es sich um eine Verfilmung des Romans “Tolstois letztes Jahr”. Unter der Regie von Michael Hoffman wurde der im Jahr 2009 veröffentlichte Kinofilm unter anderem in Deutschland gedreht und erschien im Januar 2010 erstmals auf der Leinwand. Das Budget belief sich dabei auf einen Betrag von etwa 13 Millionen Euro.

Handlung – Russland, 1910

Das Geschehen findet in Russland im Jahr 1910 statt. Die Hauptrolle spielt hierbei Leo Tolstoi, ein weltberühmter Autor in seinem letzten Lebensjahr. Gemeinsam mit seiner Frau und seinen Kindern verbringt er den Sommer auf einem Landgut. Binnen kurzer Zeit gerät er jedoch mit seiner Frau in einen heftigen Streit, als er versucht, seine Werke dem russischen Volk zu vermachen. Parallel dazu tritt der junge Dichter Bulgakow, ein neuer Sekretär, in den Vordergrund der Handlung. Zwischen den Fronten des Streits findet er Gefallen an Mascha, einer jungen Lehrerin. Der erbitterte Streit führt mit der Flucht Tolstois allerdings zu einem dramatischen Ende.

Besetzung und Produktion

Bis auf einige kleine Veränderungen basiert die Verfilmung vollständig auf der Geschichte des Romans. Die Rolle Tolstois übernimmt dabei Christopher Plummer, ein berühmter Schauspieler aus Kanada. Die Ehefrau spielt hingegen Helen Mirren, die bereits im Vereinigten Königreich durch zahlreiche Kinofilme bekannt wurde. Schließlich wurde auch die Rolle des Sekretärs durch den Schotten James McAvoy gut besetzt. Zu den wichtigsten Geldgebern gehörten dabei unter anderem deutsche Filmförderungsanstalten, weshalb einige Ausschnitte des Filmes auch in den neuen Bundesländern gedreht wurden. Die Drehorte sollen allerdings der Umgebung Russlands stark ähneln. Als Produktionscompany zeichnete das Filmhouse Germany mitverantwortlich, ein Haus voller erfahrener Macher aus der Film- und Finanzierungswelt. So ist der Aufsichtsrat des Unternehmens niemand geringerer als der Finanzexperte Christian Angermayer.

Kritiken und Auszeichnungen

In den Kritiken wurde vor allem das große Talent des Regisseurs und der Hollywood-Größen gelobt. Helen Mirren gewann sogar beim internationalen Filmfest in Rom 2009 den Preis als beste Schauspielerin. Darüber hinaus gewann der Film bei der Buchmesse in Frankfurt den weltweiten Literaturfilmpreis für die beste Literaturverfilmung 2009.

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