So rar sie auch sind, skandinavische Horrorfilme bieten immer wieder interessante und neue Ansätze, vielleicht liegt es ja am Wetter.

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Eine Gruppe norwegischer Medizinstudenten macht sich für einen Urlaub auf in ein abgelegenes Skigebiet, wo eine Freundin eine Hütte besitzt. Bereits kurz nach ihrer Akunft müssen sie jedoch nicht nur das Verschwinden der Freundin, sondern das plötzliche Auftauchen von Zombie Nazis verarbeiten.
Was wie der Plot eines furchtbar schlechten 80er Horrorfilms klingt, fängt ein wenig langsam an, wird aber durch einen modernen Look und sympathischen Schauspielern nicht allzu langweilig. Schnell könnte man annehmen, dass es sich um einen weiteren 0815 Slasher Film handelt, aber das ändert sich schnell. Sobald die ersten Soldaten Zombies ihren Auftritt haben, verwandelt sich der Film in ein kleines Juwel, das gut und gerne Kultpotenzial hat.
Zum Einen bietet Dead Snow ein fantastisch ausgestattetes Gore-Fest, mit mehr Gehirn, Blut und Innereien, als ein früher Peter Jackson Film jemals zusammen kratzen könnte und zum Anderen witzige Momente, die mehr als einmal inmitten von Gedärmen und Co riesige Lachsalven verursachen. Ob Dialoge, Slapstick oder Situationskomik, Dead Snow weiß, wie man Leute zum Lachen bringt.
Damit haben die Norweger mit der Wiederaufnahme eines Genres, das so ausgeschlachtet und populär ist, dass es kaum noch innovative Konzepte beinhaltet, zwar nichts neu erfunden, aber so gekonnt und unterhaltsam gestaltet, dass man sich Dead Snow nicht nur im Kino ansehen, sondern auch auf  DVD besorgen sollte.
Passend zu dunklen Wintertagen und magischen Weihnachtsvorfreuden startet das Splatterfest am 10.12.2009 in den deutschen Kinos.