Filmparodien gibt es ja mittlerweile wie Sand am Meer und kein Genre ist ihnen gefeit. Dass das nicht zwangsläufig etwas Positives ist, zeigt das neueste Machwerk der Wayans Brothers.

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Zugegeben, die “Scary Movie”- Reihe von David Zucker hat sich nach dem doch sehr schlechten zweiten Teil mit den Fortsetzungen einigermassen gefangen und hatte so einige witzige Momente.
Aber Filme wie “Epic Movie” oder der Wayans Versuch “Dance Flick” sind fast schon faul, wenn es darum geht, die Gags oberhalb des Fäkalhumors und fader Stereotype zu halten. 
Die Story ist schnell erzählt. Das reiche Mädel Megan White will in der Stadt Karriere machen, freundet sich mit Straßentänzer Thomas an und erlebt allerlei Unlustiges auf ihrem Weg zum Finale.
Dass man trotzdem lacht ist dabei eher zufällig, denn irgendwann muss ja mal etwas dabei sein, was witzig ist. Die meisten Gags sind jedoch vorhersehbar und vernachlässigen Wortwitz und auch alle anderen Formen des Humors, die nicht ganz auf der Oberfläche schwimmen.
Im Grunde kann es einem ja egal sein, immerhin muss man den Film nicht sehen. Aber andererseits werden da großartige Möglichkeiten verspielt, sich parodistisch mit dem aktuellen Filmgeschehen auseinander zu setzen, denn wenn es gerade eine Parodie darüber im Kino gab, will man sich bestimmt nicht noch eine dazu ansehen. Daher ist es beruhigend, dass es auch andere Filmproduktionen a la “Walk Hard” gibt, die das ermüdete Genre wieder aufleben lassen.
Die Mehrheit wird es trotzdem mögen, aber ähnlich wie die Mehrheit Fast Food mag, sind die Nachwirkungen dieser Filme: Wirklich befriedigend ist der Konsum nicht und spätestens eine halbe Stunde später, hat man Hunger auf etwas Richtiges.