Crazy Heart

Wenn sie älter werden, wollen die meisten Schauspieler diese eine Rolle kriegen, mit der sie in die Filmgeschichte eingehen. Ob es Jeff Bridges mit diesem Film gelingt?

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Bad Blake (Jeff Bridges) ist 57, Alkoholiker, ausgebrannt und sehnt einer ehemals erfolgreichen Country-Karriere hinter her. Mehrmals geschieden hat er niemanden, den er als Familie bezeichnen kann und sein Leben bestreitet er mit mageren Gigs in schäbigen Kneipen.
Als die junge alleinerziehende Reporterin Jean (Maggie Gyllenhaal) eine Story über ihn schreiben will, kommen die beiden sich näher und Jean sowie ihr 4-jähriger Sohn scheinen die beste Medizin für Bad zu sein, um wieder einen festen Stand im Leben zu erlangen.
Regisseur Scott Cooper hat das gleichnamige Buch von Thomas Cobb mit viel Feingefühl und guter Musik umgesetzt. Ursprünglich wollte er sich das Leben des Sängers Merle Haggard vornehmen, allerdings waren die Rechte so schwer zu kriegen, dass er sich doch für den Roman Cobbs entschieden hat, der hauptsächlich von Countrystar Hank Thompson inspiriert wurde.
Die wahre Meisterleistung liegt jedoch bei Jeff Bridges, der so viel Leben in Bad Blake haucht, dass selbst die härtesten Kritiker einige Schwächen in der Regie als nebensächlich abstempeln, wenn man nur Bridges’ Performance bewundern kann. Für den Oscar ist er bereits nominiert und auch Maggie Gyllenhaal darf als beste Nebendarstellerin auf einen goldenen Academy Award hoffen.
“Crazy Heart” dürfte damit auf jeder Wunschliste des geneigten Kinogängers stehen, ab dem 4.3.2010 ist es soweit.

Regie: Scott Cooper
Drehbuch: Scott Cooper, Thomas Cobb
Darsteller: Jeff Bridges, Maggie Gyllenhaal, Colin Farrell
Musik: Stephen Bruton, T-Bone Burnett, Ryan Bingham