Gwyneth Paltrow kann singen, weshalb sie auch bei Glee mitträllern darf. Aber selbst guter Gesang und eine gute Schauspielerin können nicht helfen, wenn sich die Klischees häufen.

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Country Star Kelly (Paltrow) ist eigentlich am Ende, während ihres Aufenthalts in einer Reha Klinik lernt sie den jungen Musiker Beau kennen, scheinbar läuft alles gut. Doch Kellys Mann (Country Sänger Tim McGraw) und Manager nimmt sie frühzeitig aus der Reha heraus, um mit ihr auf große Tour zu gehen. Im Vorprogramm soll Beau spielen und die junge und leicht naive Chiles. Dass das nicht gut gehen kann, ist klar.

Wahrscheinlich wäre es ein guter Film, wenn die Konkurrenz in modernen Country Filmen nicht so verdammt gut wäre. Walk the Line und Crazy Heart haben Maßstäbe gesetzt, so dass die Geschichte um Kelly leider vor allem durch die Schwächen auffällt, zu viele Nebenstränge, zu viele Dialoge, die jede Soap hinkriegen würde, zu viele Wendungen, die für einen einzigen Film einfach verwirrend sind.
Auf der positiven Seite befinden sich jedoch gute schauspielerische Leistungen, Paltrow gibt wie immer alles und überzeugt damit, die musikalischen Darbietungen aller Beteiligten sind durchweg gut (so man denn Country mag) und auch die Chemie zwischen den Darstellern scheint zu stimmen.

Da zeigt sich also wieder einmal, dass ein starkes Drehbuch notwendig ist, um einen Film zusammen zu halten, denn mit etwas weniger Abenteuerlust ob Wendungen und Überraschungen wäre Country Strong vielleicht doch nicht nur ein durchschnittlicher, sondern ein guter Film geworden.

Ab dem 12.5.2011 im Kino

Regie und Drehbuch: Shana Feste
Darsteller: Gwyneth Paltrow, Tim McGraw, Garrett Hedlund, Leighton Meester
Musik: Michael Brook