Coraline

Neil Gaiman dürfte jedem Comicfan auf jeden Fall ein Begriff sein. Seit seinem komödiantischem Märchen “Stardust” und dem meinungsspaltendem “Beowulf” dürften aber auch Filmfans so einiges von dem Schriftsteller des Fantastischen gehört haben.

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Coraline ist mit ihren Eltern gar nicht zufrieden und auch der Umzug liegt ihr schwer im Magen. Doch etwas hat das neue Haus, eine kleine Tür, die in eine andere, magische Welt führt, in der eine Mutter, die ihrer bis auf einem paar Knopfaugen, bis aufs Haar gleicht und die ihr alle Wünsche erfüllt. Schnell lässt sich Coraline von der Welt ihrer Knopfaugenmutter verzaubern, auch wenn ihr ein schwarzer Kater rät, dass der Schein trügt.
Mit der Verfilmung seines preisgekrönten Kinderbuches Coraline, hat sich Gaiman nun wieder an die animierte Version gehalten, wie auch schon bei Beowulf, jedoch im ganz anderen Stil.
Die Stop-Motion Animationen erscheinen fast zu simpel, aber genau darin liegt ihr Charme. Dicht an den Zeichnungen aus dem Buch hat Regisseur Henry Slick (anderen wahrscheinlich durch “A Nightmare Before Christmas” bekannt) ein düster fantastisches Vergnügen kreiert.
Für die ganz Kleinen dürften die Knopfaugen-Eltern und seltsamen Kreaturen nicht das Richtige sein, es sei denn man will den Rest der Nacht damit verbringen, Monster aus Schränken und unter Betten zu vertreiben.
Aber für alle Anderen ist dieser Film herrlich innovativ und einfallsreich, ganz zu schweigen von einem charmanten Humor und einer Story, die leicht an Alice im Wunderland erinnert, aber trotzdem so noch nie erzählt wurde.

Nachdem der Film immer wieder verschoben wurde, steht jetzt der 30.7. als Termin fest, wir freuen uns.