Arnold Schwarzenegger war einst der Barbar, der unter dem Namen Conan für Angst und Schrecken und Manboobs sorgte. Nun ja, wohl eher für ein 80er Schlockfest, das bis heute seinesgleichen sucht. Verständlich, dass das Remake ein bisschen mehr als ein Trashfest sein möchte, aber gelingt das auch?

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Nachdem sein Dorf und damit auch seine Familie vom Krieg zerstört wurden, macht sich Conan auf, um als Pirat, Krieger und Dieb zum großen Khalar Zym zu gelangen, der für den Zustand des Landes verantwortlich ist. Bevor er sich jedoch gegen den Mann richten kann, der Verwüstung und Krieg über sein Volk gebracht hat, muss Conan erst noch gegen Monster und Hexen kämpfen.

So weit, so dünn, die Story von Conan ist nun wirklich nicht der Stoff, aus dem griechischen Tragödien gemacht sind, aber wen stört es, denn in Conan 2011 wird es sicherlich nur um Action und möglichst gute Spezialeffekte gehen. Mit Jason Momoa als Barbar hat man auch eine gute Wahl getroffen, auch wenn Schwarzenegger Fans schon jetzt weinend in ihren Betten liegen, der Hawaiianer hat bereits als Kriegsherr in der epischen “Game of Thrones”-Serie bewiesen, dass er eine eindrucksvolle Präsenz auf dem Bildschirm hat. Ron Perlman als Conans Vater und Stephen Lang als Khalar dürften auch genügend Action Atmosphäre verbreiten und für tiefe Einblicke in ihren offensichtlich weiten Ausschnitt sorgt Rose McGowan als bösartige Hexe.

Über Jason Momoa sollte sich niemand aufregen, denn beinahe hätte Kellan Lutz die Rolle übernommen, der in “Immortals” als Poseidon auftritt, aber vor allem als Emmett Cullen in “Twilight” bekannt geworden ist. Während Kennan sich also mit Glitzer zum sonnigen Vampir hat umschminken lassen, war Momoa als Ronon Dex in “Stargate Atlantis” unterwegs oder zermalmte seine Feinde als Khal Drogo in “Game of Thrones”. Für Conan trainierte er sich zusätzliche 5kg Muskelmasse zu seinem eh schon durchtrainierten 12-Pack an und unterlief einem extremen Martial Arts Kurs, das alles, während der Vertrag für den Film ausgehandelt wurde.

Was man erwarten sollte, wenn man “Conan” im Kino sieht: Action, Spezialeffekte, glitzernde Muskeln und Boobies, hoffentlich gut gestaltete Monsterarmeen und natürlich ein paar Dialoge, die kitschiger nicht sein könnten.

Nicht mehr, nicht weniger wird dieses Remake wohl bieten, da das Original ja nun wirklich kein “Citizen Kane” war, muss sich auch niemand beschweren, dass es überhaupt ein Remake gibt*, denn hierbei geht es offensichtlich um die technischen Möglichkeiten, die ein paar grausigere Monster und bessere Effekte bieten können. Ob das nun besser ist, als der Retro-Spaß mit Schwarzenegger, ist jedem selbst überlassen.

Ab dem 8.9.2011 im Kino.

Regie: Marcus Nispel
Drehbuch: Thomas Dean Donnelly, Joshua Oppenheimer, Sean Hood
Darsteller: Jason Momoa, Rose McGowan, Bob Sapp, Stephen Lang, Ron Perlman
Musik: Tyler Bates

*Tatsächlich ist Conan 2011 auch kein Remake des 80er Filmes, sondern eine Neuverfilmung des Buches von Robert E. Howard.

One Comments

  • markus uwe baldt 24 / 08 / 2011

    Conan 2011- Beschämendes Remake von 1982 .
    Mischung aus …..XENA …ROBIN HOOD …INDI JONES 2 …
    PRINZ EISENHERZ…und ein klein wenig von HELL BOY….. Der erste Conan mit Arnold Schwarzenegger ist
    unangetastet !!!!!! kein Vergleich möglich !!!Schwarzenegger ist Conan!!!!!!!!!!!!!!! Sean Connery ist James Bond 007……….mit besten Grüssen von Markcus Verus….24.08.2011

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