Colombiana Colombiana ist ein guter Action-Rache-Thriller, die Revolution im Genre stellt er allerdings nicht dar. Der Film liefert 110 Minuten solide Unterhaltung, bietet aber nichts, an das man sich auch im Nachhinein noch erinnert.

Eine wenig originelle Handlung…

Bereits die Handlung ist wenig originell. Die Eltern eines jungen Mädchens werden getötet. Wider Erwarten kann sie sich in Sicherheit retten und sinnt auf Rache. Im Erwachsenenalter soll ihr diese schließlich gewährt sein. Eine ähnliche Geschichte hat der geneigte Film-Fan schon mehrere Male gesehen. Das soll in keinster Weise bedeuten, dass das Film nicht überzeugend inszeniert wurde – denn das ist er auf jeden Fall. Es möchte nur nicht so richtig Spannung aufkommen, weil man permanent das Gefühl hat, man wisse bereits, wie es ausgehen wird. Dies hat sogar einen mehr als triftigen Grund: Inszeniert wurde Colombiana von Drehbuchautor Luc Besson. Vor 20 Jahren etwa schuf Besson mit Nikita und Léon – Der Profi Filme mit ähnlicher, wenn nicht gleicher Handlung. Diese Thriller jedoch wirkten neu und erfrischend – Attribute, die man seinem neuesten Streifen leider nicht zuschreiben kann. Es stellt sich die Frage, weshalb sich der Altmeister quasi selbst recycelt un d damit demontiert.

…mit erstklassiger Besetzung

Wer dem Film wirkliches Leben einhaucht, ist Hauptdarstellerin Zoe Zaldana. Zu jedem Zeitpunkt spielt sie ihre Rolle souverän, überzeugend und absolut glaubhaft. Dies ist ihre erste große Hauptrolle. In ihr steckt großes Potential, die kaltblütige Killerin ist ihr wie auf den Leib geschrieben. Leider bleibt ihr dargestellter Charakter etwas blass. Sie kann es problemlos mit muskelbepackten Männern aufnehmen, traut sich nicht, Gefühle zu zeigen und vermisst doch ihre Eltern. Mehr erfährt der Zuschauer über sie allerdings nicht.

Colombiana ist beileibe kein schlechter Film. Wer allerdings einen Rache-Action-Thriller sehen möchte – der zudem Kultstatus genießt –, sollte die bereits genannten Filme vorziehen. Die Kill-Bill-Reihe ist zwar von Quentin Tarantino und nicht Luc Besson, sei aufgrund der ebenfalls sehr ähnlichen Handlung an dieser Stelle jedoch ebenso zu empfehlen.