Tim Robbins und Samantha Morton tragen diesen Science Fiction, der sein Setting in einer Zukunft wählt, in der Klonen alltäglich geworden ist.

Der Film wirkt zu Anfang verwirrend, da er dem Zuschauer wenig erklärt und sich einfach in die bestehende Situation der beiden Charaktere einklinkt. Dadurch entsteht andererseits eine interessante Atmosphäre, die Hintergrundgeschichte der Welt muss man sich aus nebenbei erwähnten Hinweisen selbst zusammensetzen.

Grob zusammengefasst: Durch die übermächtige Gentechnik ist das Leben außerhalb der Städte nicht sicher geworden, man muss sich sogenannte “Papellen” besorgen, um von einem Ort zum anderen zu reisen. Überhaupt leben nur die Reichen in der Stadt, arme Menschen sind nach draußen in die Wüste abgeschoben worden. Überall regiert die Angst, gegen irgendein genetisch hergestelltes Virus nicht geschützt zu sein und zu sterben. Außerdem ist die Sonne schädlich und die Menschen in den Städten werden von der SPHINX, einer allwissenden Polizeieinheit, überwacht.

Vor diesem Hintergrund spielt die Liebesgeschichte zwischen William Geld (Robbins) und Maria Gonzalez (Morton). Wie sich im Verlauf des Films herausstellen wird, ist deren Beziehung nicht erlaubt, weil Maria ein Klon der Mutter von William ist. Der titelgebende “Code 46” verbietet Kontakte zwischen Menschen, deren genetischer Code übereinstimmt.

Bei Besprechungen des Films wird gern der Aufhänger gewählt, es werde hier neben der Liebesgeschichte die Frage behandelt, wie eine Welt aussähe, in der Klonen alltäglich geworden ist.

Das kann man so sehen, der Film taugt jedoch weder als ernsthafte Studie, noch hat man nach seinem Ende den Impuls, über Klonen und Gentechnik nachzudenken. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass die Regie ein paar Macken hat. Zum Beispiel häufen sich Zwischenszenen, in denen Autos über von interessanter Archtitektur gerahmte Highways fahren und düstere Klänge krampfhaft Atmosphäre herstellen wollen. Außerdem habe ich persönlich dieses Gefühl, welches oft auftritt, wenn gute Schauspieler in den Händen eines nicht ganz so guten Regisseurs agieren: Irgendwie halten die Szenen im Ganzen nicht, was sie für sich bedeuten. Das gilt aber nur teilweise, an anderen Stellen klappt der Übergang dann wieder perfekt.

Sehenswert ist der Film auf jeden Fall, die Hauptdarsteller sind gut! Das bedeutet einfach, dass die Liebesgeschichte, die vom großartigen Spiel der beiden erleuchtet wird, gegenüber dem Science Fiction hervortritt, der wird zu Teilen von der Regie ausgebremst.

So bleibt ein ungewöhnlicher Film, der mit Mut zur Improvisation und einer schönen Liebesgeschichte aufwartet. Gattaca ist ein bisschen besser und runder, dafür aber auch kitschiger. Man sollte sich beide Filme auf jeden Fall ansehen!

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Ich persönlich mag den Trailer nicht besonders. Zu hektisch für den Film.